Güterverkehr

Auftakt Güterverkehrskonzept Baden-Württemberg

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Verkehrsminister Hermann: Der Wachsende Güterverkehr erfordert eine bessere Vernetzung der Verkehrsträger, die Verlagerung auf umweltverträgliche Transportmittel sowie alternative Antriebe und Digitalisierung 

Am 24. Mai 2017 gab Verkehrsminister Winfried Hermann MdL zusammen mit den Verbänden und Betreibern der Verkehrsträger Straße, Schiene und Binnenschiff sowie weiteren Vertretern aus dem Verkehrsbereich den offiziellen Startschuss für die Entwicklung eines Güterverkehrskonzepts Baden-Württemberg.

Das Güterverkehrskonzept soll für alle drei Verkehrsträger Handlungsfelder und Potenziale aufzeigen und daraus konkrete Maßnahmen und Verbesserungen ableiten. Dabei stehen die Vernetzung der Verkehrsträger, die vermehrte Verlagerung von Transporten auf die Schiene und auf Wasserstraßen sowie Projekte und Maßnahmen in der Zuständigkeit des Landes im Fokus.

Insbesondere in Städten stellt der zunehmende Güterverkehr eine Herausforderung für eine optimale und nachhaltige Versorgung der Bevölkerung dar. Zwar nehmen die Nutzung alternativer Antriebe sowie neuer Konzepte stetig zu, fehlende Flächen für die Logistik und ganzheitliche Ansätze sind aber weiterhin ein Problem. Das Thema City-Logistik wird als Baustein in die Güterverkehrskonzeption aufgenommen. 

Baden-Württemberg gehört zu den wichtigsten Ziel- und Quellregionen für Güter. Als führende Wirtschaftsregion innerhalb Deutschlands sowie Europas ist ein funktionierender und leistungsfähiger Güterverkehr für Baden-Württemberg unverzichtbar. „Der Transport auf der Straße ist unverändert bundesweit mit mehr als 70 Prozent sehr hoch. Die Leistungsgrenzen unseres Straßennetzes werden immer spürbarer. Gleichzeitig stagniert der Anteil des Gütertransports auf der Schiene und auf Wasserstraßen auf einem niedrigen Niveau. Da müssen wir ansetzen“, so Minister Hermann, „und verkehrspolitisch neue Ansätze realisieren.“

Für die nächsten Jahre wird aufgrund der guten Wirtschaftsentwicklung sowie der immer stärkeren Globalisierung mit einer weiteren deutlichen Zunahme des Güterverkehrs gerechnet. Die großen Stellschrauben, seien es Infrastruktur, Kosten oder ordnungspolitische Rahmenbedingungen, liegen in der Federführung des Bundes. Die Landesregierung wird sich weiterhin für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und insbesondere die Nutzung nachhaltiger Verkehrsträger einsetzen und diese aktiv begleiten und unterstützen.

Für das Güterverkehrskonzept Baden-Württemberg sollen vorrangig Maßnahmen und Projekte auf Landesebene in den Fokus gestellt werden. Gut 72 Prozent der Verkehrsleistungen im Güterverkehr werden aktuell auf der Straße erbracht. Auch wenn sich nicht alle Verkehre aufgrund der Distanz oder des fehlenden Anschlusses an Schiene und Schiff für eine Verlagerung eignen, möchte das Land zu einem Wandel beitragen. Maßnahmen zur Stauvermeidung sowie zu einem besseren Verkehrsfluss sind dabei genauso wichtig, wie die Verlagerung von Straßenverkehr auf die Schienen und Binnenschiffe, die weitere Stärkung der alternativen Antriebe und die Innovation im Straßengüterverkehr.

Während der Verkehrsträger Straße weiter zulegt, stagnieren die Transporte auf der Schiene und dem Binnenschiff oder erholen sich nur langsam von den deutlichen Einbrüchen der letzten Jahre. Nur für den Bereich des kombinierten Verkehrs wird eine gute Entwicklung von durchschnittlich 2,6 Prozent für 2018 prognostiziert. Das Verkehrsministerium hat sich zum Ziel gesetzt, alle Beteiligten besser zu vernetzen und konkrete Maßnahmen für eine stärkere Nutzung der nachhaltigen Verkehrsträger mit ihnen zusammen zu erarbeiten und umzusetzen.

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