Car-Sharing

Eröffnung der ersten Car-Sharing-Station in Freiburg

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Verkehrsminister Hermann eröffnet erste Car-Sharing-Station in der Wilhelmstraße

Am 02. Juli 2015 eröffnete Verkehrsminister Winfried Hermann die erste Freiburger Car-Sharing-Station in Freiburg . Sie ist die erste von zunächst 87 (!) Car-Sharing-Stationen im öffentlichen Straßenraum mit 190 Stellplätzen in Freiburg.

„Car-Sharing gibt es in vielen deutschen Städten – aber nicht flächendeckend. Mit diesem Vorstoß wird Freiburg Vorreiter für eine neue Stufe dieses Konzeptes – und ich hoffe auch Vorbild für weitere Kommunen. Damit rückt Car-Sharing näher an die Kundinnen und Kunden und wird attraktiver“, so Verkehrsminister Hermann.

Und Baubürgermeister Martin Haag: „Freiburg ist die erste Stadt in Deutschland, die ein flächendeckendes, wohnortnahes Car-Sharing-Angebot mit reservierten Parkplätzen im öffentlichen Straßenraum anbietet. Wir sind begeistert, dass nun gleich zu Beginn so viele neue Standorte an die beiden Car-Sharing-Anbieter vergeben werden konnten und freuen uns über diesen großen Schritt nach vorne“. Er bedankte sich bei den beiden lokalen Car-Sharing-Anbietern „Stadtmobil Südbaden“ und „Grüne Flotte“, die das aufwändige Projekt in der Planung unterstützt haben und jetzt mit Leben füllen. 

Freiburg bietet bundesweit als erste Stadt ein flächendeckendes, wohnortnahes Car-Sharing-Angebot mit reservierten Parkplätzen im öffentlichen Straßenraum an

Vor dem Gebäude Wilhelmstraße 26 befindet sich die neue Car-Sharing-Station mit vier Stellplätzen, die nur für Car-Sharing-Fahrzeuge reserviert sind. „Stadtmobil Südbaden“ und „Grüne Flotte“, die beiden lokalen Freiburger Car-Sharing-Anbieter werden sich die Plätze teilen. 

Bislang gab es in der Innenstadt kein wohnungsnahes Car-Sharing-Angebot im öffentlichen Raum, da die Betreiber keine reservierten Parkplätze anbieten konnten. 

Gerade die Innenstadt ist jedoch wegen der guten Infrastruktur und der Nähe zum ÖPNV sehr gut für Wohnen ohne eigenes Auto geeignet. Einen Parkplatz zu finden, ist oftmals trotz Anwohnerparkausweise schwierig. So ist das neue Angebot mit reservierten Parkplätzen für viele Bewohnerinnen und Bewohner in der Innenstadt und auch im Sedanquartier eine umweltfreundliche und auch kostensparende Option.

Car-Sharing-Stellplätze im Straßenraum bereitzustellen, war eine der großen Herausforderungen für die Stadtverwaltung, da es bislang bundesweit keine verbindliche Rechtsgrundlage gibt. Daher erarbeitete das federführende Garten-und Tiefbauamt (GuT) in einem sehr aufwändigen Verfahren ein stadtweites Car-Sharing-Stellplatzkonzept. Intensiv wurden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Bürgervereine beteiligt. Der Gemeinderat beschloss im März das Gesamtkonzept für die Car-Sharing-Stationen. Seither arbeitet die Verwaltung an der zügigen Umsetzung.

Car-Sharing leistet einen Beitrag zur Umweltentlastung, da es das private Auto entbehrlich machen kann. Zudem werden Parkraumbedarf und die Anzahl der Autofahrten reduziert. Somit trägt Car-Sharing auch zur Verringerung von CO2-Emissionen bei.

Zu sehen ist auch die große soziale Komponente, da Bewohnerinnen und Bewohner im mit Car-Sharing versorgten Bereich die Möglichkeit haben, die hohen Fixkosten eines eigenen Pkws einzusparen - und trotzdem vollwertig mobil zu sein. Car-Sharing kann also einen Beitrag zur Kostensenkung des Wohnens in der Stadt leisten.

Das Car-Sharing-Stellplatzkonzept enthält insgesamt 134 Standorte mit insgesamt 446 Stellplätzen, mit denen mittellfristig das gesamte innere Stadtgebiet versorgt werden kann. Damit wird die Stadt Freiburg ein flächendeckendes, wohnortnahes Car-Sharing-Stellplatzangebot mit fest reservierten Parkplätzen im öffentlichen Straßenraum anbieten können. 

Wichtig war den Planern vom GuT, dass die künftigen Nutzerinnen und Nutzer schnell und auf kurzem Wege die neuen Stellplätze in ihren Quartieren erreichen können. Damit wird Car-Sharing für viele Freiburgerinnen und Freiburger zu einer wirklichen Alternative zum eigenen Auto. 

Freiburg bietet bundesweit als erste Stadt ein flächendeckendes, wohnortnahes Car-Sharing-Angebot mit reservierten Parkplätzen im öffentlichen Straßenraum an

Für die Stadt Freiburg hat das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen (ALW) die Stellplätze auf den „Car-Sharing-Stationen“ öffentlich ausgeschrieben; die beiden lokalen Car-Sharing-Anbieter „Stadtmobil Südbaden“ und „Grüne Flotte“ haben den Zuschlag erhalten. Die Verwaltung ist zuversichtlich, dass bis Mitte 2016 bereits 87 Car-Sharing-Stationen mit 190 Stellplätzen eingerichtet sind. Damit steht den Nutzern der bereits ein großer Teil der insgesamt vorgesehenen 134 Standorte zur Verfügung.

Sollte die Nachfrage nach weiteren Stellplätzen in Freiburg steigen, wird die Verwaltung reagieren und weitere Car-Sharing-Stationen anbieten. 

Karte mit Car-Sharing-Stationen im Freiburger Stadtgebiet, die bis Anfang 2016 eingerichtet werden (Quelle: GuT).

Quelle:

Stadt Freiburg

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart