Elektromobilität

Erste E-Schnellladesäule im Regierungsbezirk Stuttgart eingeweiht

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Minister Hermann, Staatssekretär Barthle und Regierungspräsident Reimer nehmen Ladesäule des Bundes in Betrieb

Die Tank- und Rastanlage Gruibingen an der Autobahn A 8 (Fahrtrichtung Stuttgart – Ulm) hat eine der ersten elektrischen Schnellladesäulen des Ausbauprogramms des Bundes erhalten. Am Freitag, 19. August 2016 überzeugten sich Landesverkehrsminister Winfried Hermann MdL, Norbert Barthle MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Wolfgang Reimer, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Stuttgart, sowie Peter M. Löw, Geschäftsführer der Autobahn Tank und Rast GmbH, vom Fortschritt der Elektromobilität auf Autobahnen.

Minister Hermann dazu bei einem Vor-Ort-Termin: „Es motiviert mich, dass wir heute eine der ersten E-Schnellladesäulen im Regierungspräsidium Stuttgart im Rahmen des Bundesförderprogramms für E-Ladesäulen an Raststätten einweihen können.“ Der Bund fördert seit 2015 den Aufbau eines bundesweiten E-Tankstellennetzes entlang der Bundesautobahnen. Mit der Autobahn Tank & Rast GmbH wurde vereinbart, gemeinsam alle rund 400 eigenen Raststätten mit Schnellladesäulen und Parkplätzen für Elektrofahrzeuge auszustatten.  

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Die Tank- und Rastanlagen auf den deutschen Autobahnen werden ‚elektro-mobil‘. Wir bauen deutschlandweit ein Netz von mehr als 400 E-Tankstellen entlang der Bundesautobahnen. Die Schnellladesäule in Gruibingen ist ein wichtiger Baustein in unserem bundesweiten E-Tankstellennetz.“

Hermann weiter: „Um die Attraktivität der Elektromobilität für Verbraucherinnen und Verbraucher zu steigern, sind drei Voraussetzungen notwendig: staatliche Förderung, Unterstützung der Länder und der Wille der Automobilindustrie, in diese Zukunftstechnologie zu investieren. Bund und Land haben ihre Hausaufgaben gemacht. Der Bund fördert die Markteinführung von Elektromobilität auf verschiedenen Wegen. Die grün-schwarze Koalition in Baden-Württemberg hat sich das Ziel gesetzt, eine führende Rolle bei der Förderung und Anwendung alternativer Antriebe zu spielen. Dafür wird das Land die Initiative Elektromobilität III mit Investitionen in die Ladeinfrastruktur, ausgewählten Fahrzeugflotten und innovativen Vorhaben starten. Jetzt ist die Automobilindustrie dran. Sie muss attraktive Preise für eine breite Kundschaft bieten, um den Erwerb von Fahrzeugen mit neuen Antriebstechnologien attraktiv zu machen.“

Die Autobahn Tank & Rast GmbH plant, in den kommenden Jahren die rund 400 T&R-Standorte auf deutschen Autobahnen mit mindestens einer E-Schnellladesäule auszurüsten. Davon sind rund 40 Standorte in Baden-Württemberg. Bei den E-Schnellladesäulen handelt es sich um sogenannte „Triple-Charger“. Sie verfügen über drei Ladeabgänge, davon zwei DC (50kW; CHAdeMO- und CCS-Anschlüsse) und ein AC (42kW; Typ2-Anschluss). Damit entsprechen die Schnellladesäulen dem aktuellen Stand der Technik. Alle gängigen Fahrzeuge können an ihnen geladen werden. Die Ladedauer beträgt im Durchschnitt rund 20 Minuten. 

Regierungspräsident Wolfgang Reimer sagte: „Ich freue mich sehr, dass die Schnellladestation auf der Rastanlage Gruibingen als erste im Regierungsbezirk Stuttgart für den Betrieb freigegeben wurde und das Regierungspräsidium seinen Teil zu einer zukunftsfähigen Mobilitätsstrategie beitragen konnte.“ Das Regierungspräsidium Stuttgart fährt mit finanzieller Unterstützung des Verkehrsministeriums seit mehr als drei Jahren elektrisch und hat zur Zeit neun rein elektrische bzw. hybridelektrische Fahrzeuge im Einsatz. „Es ist wichtig, dass die Ladeinfrastruktur nicht nur in Stuttgart, sondern nun auch auf ‚freier Strecke‘ ausgebaut wird“, so Reimer.

Peter M. Löw, Mitglied der Geschäftsführung der Autobahn Tank & Rast GmbH sagte: „Tank & Rast baut ein flächendeckendes Servicenetz zur Versorgung von Elektrofahrzeugen entlang von Bundesautobahnen auf und unterstreicht damit seine Rolle als führender Dienstleister auf deutschen Autobahnen. In Baden-Württemberg sind aktuell fünf Rastanlagen mit modernsten Schnellladestationen ausgestattet. Unser Ziel ist es, im kommenden Jahr unsere Rastanlagen in Baden-Württemberg möglichst weitgehend mit Schnellladeinfrastruktur auszurüsten.“ 

In Baden-Württemberg gibt es bereits fünf Schnellladestationen:

  • Aichen Nord (A8, RP Tübingen)
  • Baden-Baden West (A5, RP Karlsruhe)
  • Gruibingen Süd (A8, RP Stuttgart)
  • Hardtwald West (A5, RP Karlsruhe)
  • Bad Bellingen West (A5, RP Freiburg)

Zudem wurde mit der Errichtung der Schnellladestationen auf den Tank- und Rastanlagen Breisgau Ost und Schauinsland West begonnen. Alle Schnellladestationen der Tank & Rast GmbH sind derzeit kostenlos nutzbar.

Mit der Tank und Rast GmbH als Hauptkonzessionärin von bundesweit rund 400 der insgesamt rund 430 bewirtschafteten Rastanlagen auf Bundesautobahnen ist vereinbart, gemeinsam alle rund 400 eigenen Rastanlagen zunächst mit je einer Schnellladesäule und zwei Parkplätzen für Elektrofahrzeuge auszurüsten. Bis Ende 2017 sollen möglichst alle Ladesäulen und Parkplätze bereit sein. Allen weiteren Konzessionsinhabern von Raststätten an Bundesautobahnen werden die gleichen Konditionen zur Errichtung der Ladeinfrastruktur angeboten.

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart