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Hermann bedauert Abkehr von der Neigetechnik auf der Gäubahn

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Mit großem Bedauern hat Verkehrsminister Winfried Hermann auf die Ankündigung der Deutschen Bahn reagiert, dass der Einsatz von ICE-Zügen mit Neigetechnik auf der Gäubahn nicht mehr vorgesehen ist.

„Das Land hat sich in den letzten Jahren vielfach und nachdrücklich für die Rückkehr der Neigetechnik eingesetzt. Denn bisher sind wir davon ausgegangen, dass sich nur damit zu Auto und Flugzeug wirklich konkurrenzfähige Fahrzeiten zwischen Stuttgart und Zürich erreichen lassen. Es ist daher für alle Beteiligten, insbesondere auch für die Fahrgäste sehr enttäuschend, dass die jahrelangen Bemühungen der Deutschen Bahn und ihrer Fahrzeuglieferanten, die technischen Probleme der Neigetechnik zu beheben, bislang ohne Erfolg geblieben sind, zumal das bislang verfolgte Konzept für den punktuellen Streckenausbau auf den Neigetechnikfahrplan ausgerichtet ist“, sagte Hermann am Montag in Stuttgart nach einem Gespräch mit Herrn Bertold Huber, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG. Hermann wies darauf hin, dass es unter diesen Bedingungen für den Bund außerordentlich schwierig sein dürfte, seine Verpflichtungen gegenüber der Schweizerischen Eidgenossenschaft aus dem Vertrag von Lugano zu erfüllen, der für die Linie Stuttgart-Zürich unter Einsatz der Neigetechnik eine Fahrzeit von 2 ¼ Stunden avisiert.
 
„Umso dringlicher ist es, dass nun schnellstmöglich alternative Verbesserungen für die Fahrgäste erzielt werden. Denn seitdem die Neigetechnik nicht mehr einsetzbar ist, werden aufgrund der Fahrzeitverlängerung auf drei Stunden wichtige Anschlüsse in Stuttgart nicht mehr erreicht. Dieser Zustand ist unhaltbar“, so Hermann weiter. Vor diesem Hintergrund begrüße er die Absicht der Deutschen Bahn und der Schweizerischen Bundesbahnen, das Fernverkehrsangebot auf der Gäubahn durch eine attraktive Fahrplangestaltung zu verbessern. Die Deutsche Bahn habe hierzu bereits Kontakt und fachlichen Austausch mit dem Land Baden-Württemberg aufgenommen. „Das Land wird sich in diesen Prozess im Interesse einer kundenfreundlichen, schnellen und zuverlässigen Verbindung zwischen Stuttgart und Zürich konstruktiv einbringen“, sicherte Hermann zu. Gradmesser für ein gutes Konzept werde auch dessen zügige Umsetzbarkeit sein. Zugleich forderte er die Deutsche Bahn auf, weiterhin intensiv nach technischen Möglichkeiten für eine zumindest mittelfristige Rückkehr der Neigetechnik auf der Gäubahn zu suchen. „Die Beschleunigung der Gäubahn durch den Einsatz von Neigetechnikzüge und durch den punktuellen Streckenausbau bleibt unser erklärtes Ziel“, so Hermann abschließend.

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