Strasse

L 1358: Sanierungsarbeiten zwischen Sulz am Eck und Kuppingen (Landkreise Calw und Böblingen)

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Verkehrsministerium (Foto: © Joachim E. Roettgers GRAFFITI)

Virtueller Spatenstich durch Ministerialdirigent Andreas Hollatz, Regierungspräsident Wolfgang Reimer und Landrat Roland Bernhard

Der Abteilungsleiter der Abteilung „Straßenverkehr, Straßeninfrastruktur“ im baden-württembergischen Verkehrsministerium Ministerialdirigent Andreas Hollatz hat heute in Vertretung des Verkehrsministers des Landes Winfried Hermann gemeinsam mit Regierungspräsident Wolfgang Reimer und Landrat Roland Bernhard das virtuelle Startsignal für die grundhafte Sanierung der L 1358 zwischen Sulz am Eck und Kuppingen gegeben. Die in der Region lang ersehnte Sanierung dieses Landesstraßenabschnitts kann voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. 

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL zeigte sich bereits im Vorfeld des Spatenstichs erfreut: „Jetzt endlich können wir – dank guter Vorarbeit von Regierungspräsidium und Landkreis Böblingen – die grundhafte Sanierung der L 1358 beginnen. Dieses Jahr haben wir uns die Sanierung von rund 220 Kilometern Landesstraßen vorgenommen. 2,8 Kilometer davon werden durch diese Maßnahme erledigt.“

Ministerialdirigent Hollatz dankte dem Regierungspräsidium Stuttgart und dem Landratsamt Böblingen für die sehr gute Zusammenarbeit. Ebenso der Stadt Herrenberg, die sich an den Kosten der Maßnahme finanziell beteiligt.

Regierungspräsident Wolfgang Reimer betonte: „Der dringend sanierungsbedürftige Abschnitt ist Teil einer wichtigen Verkehrsachse zwischen dem Nordschwarzwald und dem Wirtschaftsraum Stuttgart. Obwohl die Verkehrssituation durch ein insgesamt geringes Verkehrsaufkommen gekennzeichnet ist, gibt es jedoch viel Begegnungsverkehr von Lkw und Bussen sowie Kreuzungen und Einmündungen zu landwirtschaftlichen Wegen. Vor allem freue ich mich für die Bevölkerung in der Gemeinde Wildberg (Landkreis Calw), die lange auf die Sanierung gewartet hat.“

In Abstimmung mit dem Land hat der Landkreis Böblingen Planung, Grunderwerb und Ausschreibung durchgeführt und wird nun auch die bauliche Umsetzung der Maßnahme für das Land übernehmen.

Landrat Roland Bernhard ist erleichtert, dass die Sanierung nun beginnt: „Eine lange Geschichte nimmt ein gutes Ende. Mein Dank geht an das Land und an die Landtagsabgeordneten für ihren Einsatz. Der Landkreis Böblingen unterstützt gerne das Land bei der Sanierung dieser Straße. Uns haben in den vergangenen Jahren viele Beschwerden über deren Zustand erreicht. Immer wieder musste man sie sperren, da es bei Starkregen wegen fehlender Entwässerungseinrichtungen zu Ausspülungen in den Banketten kam. Durch die jetzige Anpassung an den geltenden Standard wird auch dieses Defizit beseitigt und die Verkehrssicherheit insgesamt erhöht.“

Die L 1358 verbindet die Stadt Wildberg im Landkreis Calw mit der Stadt Herrenberg im Landkreis Böblingen. Der Abschnitt zwischen der Kreisgrenze und dem Ortseingang von Kuppingen befindet sich in einem sehr schlechten Zustand, weshalb sie auch im Erhaltungsprogramm der Landesstraßen enthalten ist.

Die Kosten für die Maßnahme betragen voraussichtlich 4,9 Millionen Euro und werden vom Land Baden-Württemberg getragen. An den Kosten beteiligt sich die Stadt Herrenberg im Rahmen der Entwässerung des landwirtschaftlichen Wegenetzes mit rund 950.000 Euro.

Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für Ende Dezember 2021 vorgesehen. Im Anschluss werden noch Restarbeiten abseits der eigentlichen Strecke, wie die abschließende Herstellung der Wirtschaftswege, durchgeführt.

Hintergrundinformationen

Die Fahrbahn der L 1358 ist mit einer durchschnittlichen Breite von 5,25 Metern vor allem für den Begegnungsverkehr großer Fahrzeuge zu schmal und der mangelhafte Unterbau führt zu einem erhöhten Sanierungsaufwand. Unzureichende Entwässerungseinrichtungen sorgen bei Starkregen zudem regelmäßig für Überschwemmungen auf der Straße, was ein nicht unerhebliches Gefährdungspotential für die Verkehrsteilnehmer darstellt. Des Weiteren befinden sich große Teile des Streckenabschnittes innerhalb und am Rande unterschiedlicher Wasserschutzzonen.

Geplant ist daher die Herstellung eines angemessenen Fahrbahnunterbaus, die Verstetigung der Fahrbahnbreite auf sechs Meter sowie eine gesicherte Abführung des Oberflächenwassers. Durch diese Maßnahmen erhöht sich die Verkehrssicherheit. Außerdem werden die Unterhaltungskosten und die Gefährdung des angrenzenden Wasserschutzgebietes hiermit reduziert.

Weitere Meldungen

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schiene

Starker Bahnknoten Stuttgart: Grundlage für den Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Schild warnt vor Straßenschäden.
Straße

500 Millionen Euro für Straßen-Erhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Landesmobilitätsgesetz

Bilanz nach einem Jahr Landesmobilitätsgesetz

Älteres Ehepaar geht Gehweg entlang
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen