Strassen

Mehr Nachtarbeit auf Baustellen für Bundesfernstraßen

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Verkehrsministerium will Bauzeiten verkürzen und Verkehrsteilnehmer entlasten

Für den Ausbau und insbesondere die Erhaltung des Bundesfernstraßennetzes gibt das Land Baden-Württemberg derzeit Rekordsummen aus. Das Ziel und die Herausforderung dabei sind, bei der großen Anzahl an Baustellen den Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Um Bauzeiten zu verkürzen, setzt deshalb das Verkehrsministerium verstärkt auf den Einsatz von Nachtarbeit und den Drei-Schicht-Betrieb.

„Gerade bei länger andauernden Baustellen wollen wir Staus reduzieren und die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer noch mehr entlasten. Der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor nächtlichem Lärm hat dabei für uns allerdings höchste Priorität “, sagte der Amtschef des Verkehrsministeriums, Prof. Uwe Lahl am Donnerstag in Stuttgart.

Mehr Erhaltungsmaßnahmen in Nachtarbeit

Bereits heute ist es Standard, dass auf Kurzzeit-Baustellen oft an Wochenenden oder nachts gearbeitet wird. Im Jahr 2017 gab es auf den Autobahnen in Baden-Württemberg rund 700 solcher Baustellen. Zukünftig sollen für Erhaltungsmaßnahmen in hoch belasteten und stauanfälligen Bereichen von Autobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen, wie zum Beispiel der A 8, die Arbeiten so ausgeschrieben werden, dass Tätigkeiten vermehrt in der Nacht oder rund um die Uhr abgewickelt werden können. Wie stark die Bauzeit dadurch verkürzt werden kann, ist jedoch an eine Vielzahl von Randbedingungen geknüpft. Beispielsweise kann nicht jede Tätigkeit nachts durchgeführt werden.

Drei-Schicht-Betrieb auf der A 5

Bereits Mitte Juni wird an der A 5 bei der Fahrbahndeckenerneuerung im Bereich Ettlingen West auf rund 10 Kilometern Länge davon Gebrauch gemacht. Um die Bauzeit zu reduzieren, wird dort die neue Betonfahrbahndecke im Drei-Schicht-Betrieb, also rund um die Uhr, eingebaut. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung und der ausführenden Baufirmen leisten damit einen großen Beitrag, die negativen Auswirkungen von Baustellen auf den Verkehr zu reduzieren“, unterstrich Ministerialdirektor Lahl.

Eine Übersicht über alle aktuell laufenden und geplanten Baustellen ist im Baustelleninformationssystem des Landes unter www.baustellen-bw.de verfügbar. Mit der kostenlosen App „VerkehrsInfo BW“ stehen den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern ausführliche Verkehrsinformationen auch mobil und in Echtzeit zur Verfügung. Die App gibt unter anderem Auskunft über die aktuelle Verkehrslage, zu erwartende Reisezeitverluste, Staus und Baustellen.

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