STRASSE

Ministerium startet Infotour für mehr Lärmaktionsplanung

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Hermann: Lärmschutz muss bei Verkehrs- und Stadtplanung besser berücksichtigt werden

Mit der „Roadshow Lärmaktionsplanung“ startet das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg eine weitere Lärmschutzinitiative. „Lärm macht viel zu viele Menschen in Baden-Württemberg krank. Mehr als 250.000 Bürger sind massiv von Verkehrslärm betroffen. Umso bedauerlicher ist, dass es noch viele Städte und Gemeinden ohne Lärmaktionsplan gibt,“ erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann am 09.10.2018 zu den neuen Lärmschutzaktivitäten. Bei der Roadshow handelt es sich um eine Reihe von Informations- und Schulungsveranstaltungen, die das Verkehrsministerium zur Unterstützung der betroffenen Städte und Gemeinden durchführt. Am praktischen Beispiel von Gemeinden, wird das Verfahren zur Aufstellung eines Lärmaktionsplans erläutert und gezeigt, wie Lärmminderung und Ortsentwicklung gleichermaßen profitieren können. Dabei wird auch auf das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) vom 17.07.2018 eingegangen, mit dem die Bindungswirkung der Lärmaktionspläne gestärkt wird, welche von den Gemeinden erstellt werden.

Den Auftakt zur „Roadshow Lärmaktionsplanung“ macht am 17. Oktober die Gemeinde Rudersberg, am 27. November gastiert sie dann dank eines Zusammenschlusses der beiden Kommunen in Sigmaringendorf und Scheer und am 6. Dezember setzt Bad Mergentheim den Schlusspunkt der drei für das Jahr 2018 geplanten Veranstaltungen. „Hiermit stärken wir die Lärmaktionsplanung der Städte und Gemeinden als wichtigen Bestandteil der Lärmschutzstrategie des Landes“, so Thomas Marwein, Lärmschutzbeauftragter der Landesregierung.

Gerade durch die Beteiligung der Bürger als Lärmbetroffene mit wichtigen Kenntnissen der lokalen Verhältnisse könne viel für den Lärmschutz erreicht werden, so der Lärmschutzbeauftragte weiter. „In vielen Gemeinden haben wir mit der Lärmaktionsplanung bereits Verbesserungen erreichen können. Nach wie vor ist es aber für viele Menschen zu laut", betonte Marwein.

„Wir freuen uns über die Gelegenheit, die Gemeinde als gelungenes Beispiel einer gemeinsam gedachten Ortsentwicklungs- und Lärmaktionsplanung zu präsentieren“, erklärte Raimon Ahrens, Rudersbergs Bürgermeister den Entschluss zur Bewerbung als Partnergemeinde. Rudersberg hat als eine der ersten Gemeinden in Baden-Württemberg eine ruhige und sichere Ortsdurchfahrt auf einer Landesstraße geschaffen, und zwar ohne eine Ortsumfahrung. „Den eingeschlagenen Weg wollen wir mit der jetzt anstehenden Fortschreibung unseres Lärmaktionsplans fortsetzen“, so Ahrens. Auch in Sigmaringendorf, Scheer und Bad Mergentheim sieht man die Lärmaktionsplanung als Möglichkeit, die Verkehrs- und Stadtentwicklung unter dem Gesichtspunkt Lärmschutz zu intensivieren und die Bürger mit einzubeziehen. Von der Rolle als Partnergemeinde der „Roadshow Lärmaktionsplanung“ erhofft man sich innovative Ideen und neue Impulse, die den Lärmschutz vor Ort voranbringen.

Weitere Informationen:

Die Veranstaltungen der „Roadshow Lärmaktionsplanung“ richten sich als Informations- und Schulungsangebot insbesondere an Kommunalvertreter, Fachbehörden und Planungsbüros. Nähere Informationen zum Programm, den Tagungsorten und zur Anmeldung zu den kostenlosen Veranstaltungen finden sich unter dem Link www.roadshow-lap-bw.de. 

Für das Frühjahr 2019 plant das Verkehrsministerium weitere Veranstaltungen im Rahmen der „Roadshow Lärmaktionsplanung“. Städte und Gemeinden, die Interesse haben, sich als Partnerkommune und Veranstaltungsort zu bewerben, finden im Internet unter www.roadshow-lap-bw.de weitere Informationen.

Weitere Meldungen

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schiene

Zusätzliche 26 Coradia-Max-Züge für Baden-Württemberg

Ein Passagierzug des Typs Lint 54 fährt auf einer Schiene.
Qualität

Schiene: Verbesserungen für die Fahrgäste dringend notwendig

bwshuttle
bwshuttle

Land fördert fünf neue bwshuttle-Angebote

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
Rad

Landesbedienstete fest im Sattel: 5 Jahre JobBike BW

Ein Bus unterwegs auf einer Landstraße.
Regiobus

In 2026: bwregiobus-Netz wächst auf 52 Linien an