Schiene

Zusätzliche 26 Coradia-Max-Züge für Baden-Württemberg

Alstom hat einen Vertrag zur Lieferung von 26 weiteren Doppelstockzügen („DoStos“) vom Typ Coradia Max an die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) unterzeichnet.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Seitenansicht eines Doppelstockzuges

Die Bestellung ist Teil eines Optionskontingents, das im Rahmen eines Großauftrags über 130 Fahrzeuge sowie die zugehörige Wartung und Instandhaltung im Mai 2022 vereinbart worden war. Damals hatte man die Möglichkeit zum Abruf von bis zu 100 weiteren Zügen vereinbart.

Winfried Hermann, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, sagte: „Rund 3 Milliarden Euro investieren wir insgesamt für 156 hochmoderne und komfortable Coradia-Max-Züge. Damit stehen wir in Deutschland an der Spitze mit zahlreichen neuen leistungsfähigen Zügen. Wir schaffen damit Kapazitäten für die hohe Fahrgastnachfrage der letzten Jahre. Mehr Kapazität hilft dort, wo es heute schon voll ist. Mehr Komfort sorgt dafür, dass sich die Fahrgäste bei uns an Bord wohl fühlen. Mit diesen Fahrzeugen können wir das Nah- und Regionalverkehrsangebot vor allem nach der Inbetriebnahme von S21 deutlich verbessern. Wir haben darauf geachtet, dass die sehr antriebsstarken Fahrzeuge mit großer Spitzengeschwindigkeit gleichwohl energiesparsam sind. Baden-Württemberg ist Vorreiter für nachhaltige und klimagerechte Mobilität im Schienenverkehr. Wir legen großen Wert auf qualitativ hochwertige Fahrzeuge.“

Tim Dawidowsky, Präsident für die Region Zentral- und Nordeuropa bei Alstom, sagte: „Wir sind stolz, unserer Zusammenarbeit mit dem Land Baden-Württemberg ein weiteres Kapitel hinzufügen zu können. Die Erweiterung der Coradia-Max-Flotte wird den Fahrgästen noch mehr Kapazität, Komfort und Geschwindigkeit im Regionalverkehr bieten. Als Partner für die langfristige Wartung und Instandhaltung werden wir über Jahrzehnte entscheidend zu einem zuverlässigen Betrieb der Fahrzeuge beitragen.“

Ab 2026 schrittweise eingeführt

Die Doppelstockfahrzeuge werden ab Dezember 2026 eingeführt und schrittweise auf verschiedenen Linien in Baden-Württemberg eingesetzt. Sie werden im Netz 35 Los 1 und Los 2 (Stuttgart-Bodensee-Netz) den Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio Baden-Württemberg und Arverio beigestellt werden und damit künftig auf verschiedenen Regionalexpress- und Metropolexpress-Linien verkehren.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h sorgt der Coradia Max für Baden-Württemberg für das schnellste Reiseerlebnis im deutschen Regionalverkehr. Die vierteiligen Züge bestehen aus zwei doppelstöckigen Steuerwagen und zwei einstöckigen Mittelwagen mit insgesamt 380 Sitzplätzen. Sie haben eine Länge von 106 Metern und können in Mehrfachtraktion fahren. Leistungsfähige Klimaanlagen, kostenloses WLAN, Lademöglichkeiten für Handys und Laptops sowie Leselampen tragen zu einem angenehmen Reiseerlebnis bei.

Hoher Komfort, Spitzengeschwindigkeit und Energiesparsamkeit

Zusätzlich sorgen Loungebereiche sowie Konferenz- und Familienabteile für einen hohen Komfort für alle Fahrgastbedürfnisse, während geräumige Mehrzweckabteile Platz für großes Gepäck, Kinderwagen und Fahrräder bieten. Breite einflügelige Türen ermöglichen einen schnellen Ein- und Ausstieg. Die Fahrzeuge sind für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen barrierefrei gestaltet. So ermöglichen die Türschwellen einen stufenlosen Zugang vom Standardbahnsteig mit einer Höhe von 760 mm über der Schienenoberkante, und für Bahnhöfe mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen verfügen die Fahrzeuge über spezielle Lifte für Fahrgäste im Rollstuhl. Die Züge sind zudem mit moderner Signal- und Automatisierungstechnik im Rahmen des Leuchtturmprojekts "Digitaler Knoten Stuttgart" (DKS), dem ersten digitalisierten Bahnknoten Deutschlands, ausgestattet. Die Züge werden in den bekannten bwegt-Farben weiß-gelb-schwarz unterwegs sein.

Weitere Meldungen

Ein älteres Ehepaar geht gemeinsam einen Gehweg entlang.
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Verkehrsminister Winfried Hermann
Veranstaltung

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025