MOBILITÄT

Mobilitätspakt Aalen – Heidenheim nimmt wieder Fahrt auf

Ein Mann fährt mit dem Bus und liest Zeitung (Bild: Fotolia.com/226462799)

Die Verkehrsinfrastruktur im Wirtschaftsraum Heidenheim – Oberkochen – Aalen ist durch das hohe Verkehrsaufkommen auf Straße und Schiene an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Für eine Wende des Mobilitätsverhaltens streben Kommunen und Wirtschaft unter politischer Führung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und unter fachlicher Leitung durch das Regierungspräsidium Stuttgart einen gemeinsamen Mobilitätspakt an. Mit Maßnahmen u.a. in den Bereichen Straßeninfrastruktur, ÖPNV, Radverkehr und betriebliches Mobilitätsmanagement soll die Mobilität in der Raumschaft rund um Kocher und Brenz umweltfreundlicher und nachhaltiger werden. 

Im März diesen Jahres sollte mit dem Mobilitäts- und Zukunftskongress in Oberkochen der Startschuss für den Mobilitätspakt fallen. Leider musste der Kongress mit knapp 300 Teilnehmern und hochkarätigen Referenten Corona-bedingt kurzfristig abgesagt werden. Am 3. August kamen nun Vertreter der am Mobilitätspakt beteiligten Akteure erstmals wieder im Landratsamt des Ostalbkreises zusammen, um das weitere gemeinsame Vorgehen nach der Absage des Kongresses abzustimmen.

Verkehrsminister Winfried Hermann unterstützt das Vorhaben: „Mit dem Mobilitätspakt wollen wir alle wichtigen Akteure zusammenzubringen und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort aktiv einbinden. Die Klimaziele im Bereich Verkehr können wir nur mit einem neuen Mobilitätsverständnis und einem nachhaltigen, vernetzten und für alle Menschen attraktiven Verkehrsangebot erreichen. In Ostwürttemberg haben wir starke urbane und industriell geprägte Räume, aber sehen gleichzeitig auch Verkehrsbeziehungen, die weit in den ländlichen Raum hinein reichen. Unter diesen Bedingungen attraktive und nachhaltige Mobilitätsangebote zu schaffen, halte ich für eine großartige Herausforderung. Deshalb übernehme ich auch gerne persönlich den Vorsitz des Steuerkreises zu einem Mobilitätspakt für den Wirtschaftsraum Heidenheim – Oberkochen – Aalen“. 

Von Seiten der Kommunen und des Regionalverbands Ostwürttemberg liegt ein Positionspapier zum Mobilitätspakt vor. Die Unterzeichner wollen unter anderem mittels intelligenter Raumplanung Verkehre von vornherein vermeiden und bestehende Verkehrsträger besser miteinander vernetzen. Konkrete Vorhaben sind des weiteren der Ausbau der Brenzbahn, eine bessere Anbindung der B19 an die Autobahn A7 und eine komfortable und durchgängige Radverbindung zwischen den beiden großen Kreisstädten Heidenheim und Aalen. „Die Mobilität der Beschäftigten und die Lebensqualität in Ostwürttemberg sind uns ein äußerst wichtiges Anliegen“, so die beiden Landräte Klaus Pavel und Peter Polta. „Wir müssen über den Tellerrand hinausschauen, wenn es darum geht, neue Formen der Mobilität zu finden und den bewährten Verkehr zu verbessern“, sind sich die Landräte einig.

Mit dem Positionspapier der politisch Verantwortlichen werden wichtige Anliegen der Region thematisiert, die im Mobilitätspakt bearbeitet werden sollen. Die Unterzeichner und Partner des Paktes werden neben dem Ministerium für Verkehr das Regierungspräsidium Stuttgart, die Kommunen bzw. Landkreise, der Regionalverband, die IHK Ostwürttemberg sowie ansässige großen Unternehmen und Hochschulen sein.

Ein großes Anliegen ist allen Akteuren die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen wird die Öffentlichkeit vorrangig über Online-Angebote eingebunden werden. Als erste Maßnahme soll dabei eine elektronische Beteiligungsplattform in Form einer Landkarte geschaffen werden, auf denen konkrete Verbesserungsvorschläge und Anregungen zur Mobilität eingebracht werden können. Die Ideen werden dann von den jeweils betroffenen Akteuren geprüft, kommentiert und gegebenenfalls umgesetzt. Dieses Vorgehen hat sich nach Erfahrung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg bereits beim Mobilitätspakt Walldorf-Wiesloch auf hervorragende Weise bewährt.

Im Herbst 2020 soll nun der offizielle Auftakt für den Mobilitätspakt in Form eines Pressegesprächs mit Verkehrsminister Winfried Hermann, den beiden Landräten, den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern sowie Wirtschaftsvertretern im Zeiss-Forum in Oberkochen stattfinden. Ab diesem Zeitpunkt soll auch die Plattform zur Öffentlichkeitsbeteiligung freigeschaltet werden.

Weitere Meldungen

  • Team Vision Zero

Videoaktion: Treffen mit Timo Hildebrand und 110 Trainingsshirts zu gewinnen

An einem Bahnhof stehen versetzt nebeneinander drei verschiedene Züge.
  • Schiene

Qualität im regionalen Bahnverkehr verschlechtert

Das Gebäude des Bundesrates in Berlin (Bild: Bundesrat)
  • Verkehrssicherheit

StVG-Novelle: Umwelt- und Gesundheitsschutz leichter

An einem Gleis werden Arbeiten verrichtet. Funken sprühen.
  • Schiene

Vermittlungsausschuss einig bei Bahnmodernisierung

Stromabnehmer auf dem Dach eines Lastwagen berührt eine Oberleitung.
  • EWAYBW

eWayBW-Testbetrieb wird verlängert

Minister Hermann mit dem Förderungsbescheid.
  • Elektromobilität

Land fördert bis zu 1.000 E-Fahrzeuge für Pflegedienste

Zwei Radfahrende fahren auf einem Radweg am Straßenrand.
  • RAD

Fahr Rad! während der Streckensperrung der S4 Eppingen – Heilbronn

Feuerwehr, Rettungssanitäterinnen und -sanitäter setzen sich für sichere Landstraßen ein. Kilian Wieczorek, Ronja Ester und Marco Brand (v.l.n.r.) unterstützen die Vision von Null Verkehrstoten und geben Tipps
  • TEAM VISION ZERO

Freiwillig Tempo 80 für weniger Unfälle auf Landstraßen

  • MOVERS

Schulradeln 2024: Gemeinsam radeln für einen aktiven Schulweg

Das RadKULTUR-Bike (Bild: Graffiti)
  • RAD

JobBike BW startet nun auch für Landesbedienstete

von links nach rechts: Damaris Lemstra, Beratungsstelle Bike+Ride, Staatssekretärin Elke Zimmer und Fabian Küstner, Beratungsstelle Bike+Ride
  • Rad

Deutscher Fahrradpreis geht an die Beratungsstelle Bike+Ride

  • Auto

Softwareentwicklung Strategiedialog Automobilwirtschaft

Zu sehen sind: Vorsitzende der Geschäftsführung der Verkehrsbetriebe Karlsruhe, Dr. Alexander Pischon; Minister für Verkehr Baden-Württemberg Winfried Hermann; VBK-Geschäftsführer Christian Höglmeier
  • SCHIENE

Land fördert neue Stadtbahnzüge mit 101 Millionen Euro

Arlinger Tunnel und die zugehörigen Solarzellen
  • STRASSE

Erster Bauabschnitt der Westtangente Pforzheim

Stuttgart 21 Hbf_innen-Neue_Bahnsteighalle_Bahnsteig_Quelle: DB/plan b_Atelier Peter Wel
  • S21

S-21-Mehrkostenklage der DB

Drohne mit Baukränen im Hintergrund
  • STRASSE

B29-Sanierung mit Premiere der BIM-Drohne

Ein Mann steht in einer Gruppe von Trommlern und freut sich.
  • FUSSVERKEHR

Attraktive Gehwege und sichere Schulwege

Ein blaues, rundes Schild mit einem Fahrrad als Symbol, welches Sonderwege für Radfahrende kennzeichnet. Im Hintergrund sind Baumkronen.
  • RADWEG

Bad Peterstal–Bad Griesbach: Radweg freigegeben

Blick auf die Landesgartenschau Wangen mit einem bunten Blumenfeld im Vordergrund
  • LANDESGARTENSCHAU

Nachhaltige und innovative Mobilität auf der Landesgartenschau

Verkehrsminister Winfried Hermann und Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut auf dem Fahrrad mit weiteren Radfahrenden beim STADTRADELN-Auftakt 2024
  • STADTRADELN

STADTRADELN 2024 – Auftakt mit Team Landesministerien

Mitarbeiter auf einer Baustelle im Gespräch (Bild: stock.adobe.com/ Agnor Mark Rayan)
  • STRASSE

Rund 46 Millionen Euro für kommunale Straßen und Brücken

Ein abgewandeltes Ortsschild auf dem das Wort Lärm durchgestrichen ist und ein Pfeil in Richtung des Wortes Ruhe weist. (Bild: Fotolia.com/ K.C.)
  • Lärm

Tempo 30 hilft gegen Straßenlärm

Breisgau-S-Bahn im Landesdesign (bwegt)
  • SCHIENE

Zuverlässigkeit auf der Breisgau-S-Bahn wird verbessert

Eine Eiswaffel liegt auf dem Boden. Eiskugel, die aussieht wie die Erde liegt daneben und schmilzt langsam.
  • Klima

Statt Fahrverbote wirksame Maßnahmen für weniger CO2-Ausstoß

RE zwischen Singen und Stuttgart (Gäubahn) - hier zwischen Aistaig und Sulz, im Vordergrund der Neckar (Bild: Deutsche Bahn AG/ Georg Wagner)
  • SCHIENE

Land plant deutliche Angebotsverbesserungen auf und zu der Gäubahn