Prävention

Plattform für Sicherheit im Schienenverkehr gestartet

Das Land hat als Reaktion auf Unfälle eine zentrale Plattform für Prävention im Schienenverkehr eingerichtet.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Bahnübergang mit Andreaskreuz (Bild: Fotolia.com/ GordonGrand)

 Die zentrale Plattform für Prävention im Schienenverkehr stärkt die Zusammenarbeit der Akteure aus dem Schienen- und Sicherheitssektor und sorgt so für mehr Sicherheit.

„Wir wollen Unfälle mit Bahnen vermeiden. Deshalb bündeln wir Wissen und Materialien zur Sicherheit im Schienenverkehr. So wird das Thema für Kinder, Lehrkräfte und Ehrenamtliche zugänglicher“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Gefährliche Situationen an Bahnsteigen, Bahnübergängen oder im Gleisbereich, die mitunter das Leben oder die Gesundheit von Menschen gefährden, kommen immer wieder vor. Auch wenn niemand zu Schaden kommt, beeinträchtigt jeder Zwischenfall den Schienenverkehr durch Gleissperrungen und Verspätungen. Die nun gestartete Plattform bietet vielfältige Materialien zur Präventionsarbeit für sicheres Verhalten im Schienenverkehr und unterstützt somit bei der Gefahrensensibilisierung aller Altersgruppen.

Land ergreift Initiative

Vor dem Hintergrund immer wiederkehrender Unfälle und gefährlicher Situationen im Bahnverkehr ergriff das Ministerium für Verkehr im März 2024 die Initiative und brachte alle Beteiligten an einen Tisch. „Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen. So können Unfälle im Bahnverkehr aktiv verhindert werden“, so Hermann.

Unter dem Dach der landesweiten Mobilitätsmarke bwegt wurde die Entwicklung der neuen Plattform gestartet. Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg leitete das interdisziplinäre Projekt in intensiver und erfolgreicher Zusammenarbeit mit folgenden Partnern:

  •   Bundespolizeidirektion Stuttgart, Polizeiliche Kriminalprävention und Öffentlichkeitsarbeit
  •   Koordinierungs- und Entwicklungsstelle Verkehrsunfallprävention (KEV), Landeskriminalamt Baden-Württemberg
  •   DB Sicherheit, Präventionsteam BW
  •   DB InfraGO Fahrwege, Securitymanagement
  •   DB InfraGO Fahrwege, Fachbeauftragter Betrieb Region Südwest
  •   Zentrum für Schulqualität & Lehrerbildung BW (ZLS)

Neue Datenbank bündelt Materialien

Die verschiedenen Akteure wie insbesondere die Bundespolizei und die DB Sicherheit verfügen zwar bereits über vielfältige Angebote zur Prävention von Unfällen im Bahnverkehr. Ein bereits bestehendes Netzwerk wurde nun erweitert.

Das Ziel des Projekts ist es, ein breites Spektrum von Medien der unterschiedlichen Partner für die Unfallprävention zentral und übersichtlich zu bündeln, um sie Pädagoginnen und Pädagogen sowie weiteren Multiplikatoren in einer ansprechenden, nutzerfreundlichen Weise verfügbar zu machen. Mit Hilfe der neuen Datenbank können Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu den Gefahren und Risiken im Bahnverkehr im Rahmen der Präventionsarbeit sensibilisiert werden.

Die neue Datenbank stellt insgesamt rund 50 Videoclips, Filme, Flyer, Plakate, Bildmaterialien, Verweise auf weitere relevante Internetseiten der interessierten Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung. Die Materialien sind in folgende Themen untergliedert:

  •   Bahnsteig
  •   Bahnübergang
  •   Gleise betreten
  •   Stromunfall
  •   Busfahren
  •   Fahrradmitnahme

In der Datenbank finden sich zudem Auszüge aus relevanten Gesetzestexten, Verweise auf die Seiten der Projektbeteiligten und zu weiteren empfehlenswerten Internetseiten, die Materialen für die Präventionsarbeit anbieten.

Weitere Meldungen

Bauarbeiter arbeiten mit Schaufeln und Schubkarren an einer Baustelle.
Gingen

L 1214: Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der Mühlbachstrasse
Eislingen

Mühlbachtrasse legt Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen

Radfahrer auf dem Badischen Weinradweg in den Reben oberhalb von Freiburg - Sankt Georgen mit Blick auf die Stadt Freiburg.
Rad

Mehr Qualität auf Radreisen: Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Zug auf Gleisen mit Frankreich-Flagge im Hintergrund.
Deutschlandticket

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Neubau

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
LEFG

18 Millionen Euro vom Land für sichere Schieneninfrastruktur

Illustration. Ein autonom fahrendes Auto steht an einem Zebrastreifer und lässt Fußgänger:innen passieren.
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Drohne mit Baukränen im Hintergrund
BIM

B 29: Sanierung zwischen Urbach und Lorch abgeschlossen

Ein Mann mit Cap und eine Frau stehen vor einem Auto mit der Aufschrift DEINE MUTTER und haben schwarze T-Shirts an mit gelber Schrift "Deine Mutter..."
Team Vision Zero

Ein bekanntes Muster: Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Zwei Radfahrerinnen fahren auf dem Fahrradstreifen einer Straße.
Rad- und Fußwege

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege für Baden-Württemberg