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Riesbahn darf nicht abgehängt werden

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Schienen mit einer Weiche (Bild: Fotolia.com/ Finkenherd)

Die Kunden der Riesbahn (Aalen-Nördlingen) müssen sich vom Fahrplanwechsel am 11. Dezember an über etliche Wochen auf Ersatzverkehr einstellen. Das ließ Go-Ahead Bayern jetzt die baden-württembergische Seite wissen. Die Reaktion des Verkehrsministeriums fällt entsprechend deutlich aus.

„Bayern First ist hier fehl am Platz!“, sagte Ministerialdirektor Berthold Frieß. Grund für seine Verärgerung: Go-Ahead Bayern startet mit deutlich eingeschränktem Zugangebot auf der Riesbahn-Strecke Donauwörth – Aalen. „Bis in den Februar hinein ist unklar, wie viele Züge fahren werden und wie oft die Fahrgäste auf dem baden-württembergischen Ast stattdessen in Ersatzbusse steigen müssen. Auch anschließend ist bis Anfang Juni nur ein Zwei-Stunden-Takt auf der Strecke vorgesehen“, sagte Frieß.

Begründet wird die Maßnahme, die erst vor kurzem bekannt geworden ist, von Go-Ahead Bayern mit Personalmangel und daraus resultierenden Anlaufschwierigkeiten in den Augsburger Netzen. Berthold Frieß macht deutlich: „Ein Totalausfall auf der Riesbahn wäre nicht hinnehmbar. Wir erwarten, dass Bayern den Go-Ahead-Zugverkehr in Baden-Württemberg nicht wegen Personalmangels hintenanstellt. Das Minimum ist ein Zwei-Stunden-Takt von Anfang an.“

Stufenkonzept wegen Personalmangels

Zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen die von Bayern ausgeschriebenen Augsburger Netze in Betrieb gehen, betrieben von Go-Ahead Bayern (GABY). Zum Betriebsstart fehlen etliche Triebfahrzeugführerinnen und -fahrzeugführer. Dies wurde Ende September deutlich. GABY hat daraufhin ein Stufenkonzept erarbeitet. Das Stufenkonzept sieht vor, dass der einzige Streckenast, der nach Baden-Württemberg hereinführt (Riesbahn: Donauwörth – Aalen), anfangs sehr reduziert gefahren werden soll. Baden-Württemberg wurde erst jetzt darüber informiert.

Auch in Baden-Württemberg kommt es wegen fehlenden Fahrpersonals immer wieder zu Zugausfällen. Daher betont Ministerialdirektor Berthold Frieß: „Wir werden sehr genau darauf achten, das Go-Ahead in Baden-Württemberg dem Schwesterunternehmen in Bayern nur dann mit Personal aushilft, wenn es selbst seine Verkehre hier in hoher Qualität erbringt. Lücken zu reißen, um Lücken an anderer Stelle zu stopfen – das darf nicht passieren!“

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