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Spatenstich der Ortsumfahrung Gerstetten-Heuchlingen

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Bis zu 75 Prozent weniger Straßenlärm und Reduktion von Unfällen für den Ortskern Heuchlingens prognostiziert

Der Baubeginn der Ortsumfahrung Heuchlingen im Zuge der Landstraße 1164 wurde am Samstag, 8. Oktober durch einen feierlichen Spatenstich eingeläutet. Die Ortsumfahrung soll laut Verkehrsministerium die Verkehrserschließung für den Raum Heuchlingen-Dettingen deutlich verbessern. Andreas Hollatz, Abteilungspräsident der Abteilung Straßenwesen und Verkehr des Regierungspräsidiums Stuttgart, Gerstettens Bürgermeister Roland Polaschek, Landrat Thomas Reinhardt und Heuchlingens Ortsvorsteher Frank Schied sowie Landtagsabgeordnete der Region nahmen gemeinsam den symbolischen Spatenstich vor. 

Die Fertigstellung der Ortsumgehung ist für Herbst 2017 geplant. Prognosen weisen eine erhebliche verkehrliche Entlastung für den Ortskern Heuchlingens aus: die Lärmreduzierung wurde für die Obere Dorfstraße in Heuchlingen mit ca. 75 Prozent und für die Dettinger Straße mit 50 Prozent prognostiziert.

Auslöser der Planung für die Ortsumfahrung Heuchlingen waren seinerzeit zahlreiche, zum Teil schwere Unfälle mit Personen- und hohem Sachschaden. Neben der Verbesserung der Verkehrssicherheit werden die Anwohner von Heuchlingen, die durch den bisherigen Verlauf der L 1164 in besonderem Maße durch Lärm und Abgase belastet waren, in naher Zukunft ein deutliches Plus an Aufenthaltsqualität haben. 

Die Kosten – inklusive Nebenstrecken – von 2,8 Millionen Euro der insgesamt 2,5 Kilometer langen Landesstraßenprojekts werden vollständig vom Land getragen.

 
Hintergrundinformationen

Die Landesstraße 1164 verbindet das Filstal über die Albhochfläche mit dem Brenztal. Sie stellt eine für den ländlichen Raum wichtige Ost-West-Verbindung zwischen Geislingen und Heidenheim dar. Auf dem Gemeindegebiet von Gerstetten wurden die Umfahrungen Heuchstetten und Dettingen bereits realisiert. Lediglich in Heuchlingen mit seiner engen und im östlichen Teil sehr kurvigen Ortsdurchfahrt, fehlt noch die Ortsumfahrung.

Erste Überlegungen für die Umgehungen Heuchlingen und Dettingen reichen bis in die 60er Jahre zurück. Aus Gründen der Finanzierbarkeit wurden Abschnitte gebildet und die Umgehung Dettingen 1978 realisiert. Die Aufnahme der Ortsumgehung Heuchlingen in den vordringlichen Bedarf des Generalverkehrswegeplans von Baden-Württemberg erfolgte erst 1995. Eine entsprechende Priorisierung zur baulichen Realisierung erhielt das Projekt erst mit Erstellung des Maßnahmenplans im Jahr 2012. 

Ziel der neuen Ortsumfahrung ist insbesondere, die Ortsdurchfahrt von Lärm und Emissionen zu entlasten, die Aufenthaltsqualität der Bewohner von Heuchlingen zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Neben diesen Kriterien gaben auch die ökologische Verträglichkeit, der hohe Anteil des verlagerungsfähigen Verkehrs sowie die verhältnismäßig geringen Kosten den Ausschlag, weshalb das Landesstraßenprojekt nun zur Umsetzung kommt.

Die im Nordwesten verlaufende Neubautrasse schließt die bestehende Ortsdurchfahrt von Heuchlingen im Westen durch eine plangleiche Einmündung an. Im Osten wird künftig ein Kreisverkehr die neue Ortsumfahrung Heuchligen mit der Umfahrung von Dettingen sowie den Ortsdurchfahrten von Heuchlingen und Dettingen verknüpfen. Entlang der Neubautrasse wird durch Neupflanzungen und der Ansaat mit Sonder-saatgutmischungen eine optimale Einbindung der Straße in die Landschaft geschaffen.

Als ökologischer Ausgleich wurde bereits 2015 in einer CEF-Maßnahme („Continuous ecological functionality measures“, also Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung der ökologischen Funktion) ein Bruthabitat für Feldlerchen angelegt. Weitere Ersatzmaßnahmen, die im Zuge des Straßenbaus erfolgen, sind die Ergänzung von Streuobstbeständen, die Rekultivierung nicht mehr benötigter Straßenflächen sowie die Umwandlung von Acker- in Grünland.

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