Elektromobilität

Weitere E-Schnellladesäulen für Baden-Württemberg

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Minister Hermann, Staatssekretär Barthle und EnBW-Vorstand Zimmernehmen Ladesäulen an der A8 in Betrieb

Die Tank- und Rastanlage Sindelfinger Wald an der Autobahn A 8 hat zwei Schnellladesäulen für Elektroautos im Zuge des Ausbauprogramms des Bundes erhalten. Am Freitag, 24. Februar 2017 überzeugten sich Landesverkehrsminister Winfried Hermann MdL, Norbert Barthle MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie Dr.-Ing. Hans-Josef Zimmer, Mitglied des Vorstands der EnBW, vom Fortschritt der Elektromobilität auf Autobahnen. Begleitet wurden sie von Andreas Rehm, Prokurist der Autobahn Tank & Rast.

„Es freut mich sehr, dass wir heute weitere E-Schnellladesäulen in Baden-Württemberg im Rahmen des Bundesförderprogramms für E-Ladesäulen an Raststätten in Betrieb nehmen können“, so Minister Hermann bei dem vor Ort Termin. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiierte Förderprojekt „Schnellladenetz für Achsen und Metropolen - SLAM“ soll zusammen mit privaten Investoren – wie in diesem Fall der EnBW – den Aufbau eines Schnellladenetzes in ganz Deutschland ermöglichen.

„Wir müssen die Attraktivität der Elektromobilität weiter steigern! Ein entscheidender Faktor dafür ist die Zahl der Ladesäulen entlang der Autobahnen. Danken möchte ich hier auch besonders der EnBW und der Tank & Rast GmbH für Ihr Engagement in Sachen Elektromobilität“, so Hermann weiter.

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Ziel der Bundesregierung ist es, der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist der Schlüssel dazu. Deshalb fördern wir den Aufbau von Schnelladesäulen an allen bewirtschafteten Autobahnrastanlagen. Diesen Monat haben wir als Bundesverkehrsministerium außerdem eine neue Förderrichtlinie für weitere 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland vorgelegt. Dafür investieren wir noch einmal 300 Millionen Euro.“

Im Rahmen des SLAM-Projekts werden zusammen mit der EnBW und der Autobahn Tank- & Rast GmbH in Baden-Württemberg 34 Tank- und Rastanlagen mit jeweils zwei Ladesäulen ausgestattet – davon sind bereits 29 Standorte errichtet und in Betrieb. Die Autobahn Tank & Rast GmbH und die Regierungspräsidien unterstützten die EnBW durch die Bereitstellung von Flächen, bei den erforderlichen Genehmigungen und bei den notwendigen baulichen Anpassungen.

„Die EnBW betreibt jetzt ein flächendeckendes Schnellade-Netz an Autobahnraststätten in Baden-Württemberg, darauf sind wir stolz. Insgesamt betreiben wir damit schon rund 800 Ladepunkte. Unser Ziel ist es, Elektromobilität für die Menschen einfach zu machen – losfahren können, ohne sich Gedanken um das nächste Tanken zu machen. In kurzer Zeit haben wir bei Tank & Rast deshalb nicht einfach Säulen installiert, sondern auch ein Bezahlsystem, das es ermöglicht, auch ohne Ladevertrag Strom zu tanken und einfach mit EC-oder Kreditkarte zu bezahlen. Wir werden weiter in Ladeinfrastruktur investieren – dabei denken wir nicht nur an die Bereitstellung von Strom, sondern auch an zusätzliche digitale Services“, erklärte Dr.-Ing. Hans-Josef Zimmer, Mitglied des EnBW-Vorstands, bei der Einweihung. 

„Es freut uns sehr, dass unser gemeinsames Programm mit dem BMVI zum Ausbau der Schnelllade-Infrastruktur in Baden-Württemberg kurz vor dem Abschluss steht“, sagte Andreas Rehm, Prokurist der Autobahn Tank & Rast. „Die E-Ladestation an der Raststätte Sindelfinger Wald ist Teil eines Schnellladenetzes an Autobahnen, das bundesweit zügig wächst. Gemeinsam mit dem BMVI plant Tank & Rast, bis Ende 2017 möglichst an allen rund 400 Tank- und Rastanlagen in seinem Servicenetz Schnellladesäulen anzubieten.“

Minister Hermann betonte: „Baden-Württemberg gehört mittlerweile zu den Spitzenreitern beim Ausbau der Ladeinfrastruktur auch entlang der Autobahnen. Das Projekt passt somit in die Elektromobilitätsstrategie des Landes. Das Ziel der Landesregierung lautet: 200.000 E-Fahrzeuge bis 2020. Damit möchte Baden-Württemberg 20 Prozent des ausgerufenen Bundesziels von eine Million Fahrzeugen stellen.“


Hintergrund: 

Die Festlegung der Standorte der Schnellladesäulen erfolgte durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und die Tank- und Rast GmbH. Die Kosten des SLAM-Projektes inklusive der zusätzlichen Triple-Charger Ladesäule werden in Baden-Württemberg zu rund 35 Prozent von der EnBW und zu rund 65 Prozent durch Förderbeiträge des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finanziert. Die technische Umsetzung vor Ort erfolgt jeweils durch die Regierungspräsidien und durch die EnBW.

EnBW baut in Baden-Württemberg an 34 Standorten jeweils 2 Schnellladestationen mit 50 Kilowatt-Ladeleistung auf. Zusätzlich zu den im Projekt SLAM geförderten Ladesäulen, die nach dem europäischen Standard CCS ausgeführt sind, stattet EnBW auf eigene Kosten eine der beiden Ladestationen mit einem zusätzlichen Ladekabel mit CHADEMO-Stecker aus, sodass alle gängigen E-Fahrzeuge mit Strom versorgt werden können. An den neuen Schnellladesäulen kann man während einer kurzen Rast beispielsweise ein E-Fahrzeug mit einem Verbrauch von 15 Kilowattstunden pro 100 Kilometer in weniger als 20 Minuten mit Energie für rund 100 Kilometer Weiterfahrt aufladen. In Zukunft wird es noch schneller gehen: Die installierte Ladeinfrastruktur der EnBW ist so ausgelegt, dass sie künftig auf eine Leistung von 150 Kilowatt oder mehr aufgerüstet werden kann, sobald entsprechende E-Fahrzeuge verfügbar sind. Voraussichtlich ab 2018 werden die ersten Autobahn-Ladestationen auf 150 Kilowatt Leistung gebracht. 

Im Rahmen des SLAM-Forschungsprojekts werden zudem Daten aus Kundenbefragungen und Nutzererhebungen gewonnen. Ziel ist es noch bestehende Nutzungshürden zu identifiziert und somit überwinden zu können. Dadurch soll für künftige Investoren ein unmittelbarer Mehrwert geschaffen und in der Folge der Aufbau der privaten Schnellladeinfrastruktur in Deutschland gefördert werden.

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