BUS

Minister Hermann will realen hochautomatisierten Busbetrieb erproben lassen

Absichtserklärung über ein Reallaborprojekt mit kompetentem Konsortium aus Baden-Württemberg unterzeichnet. (Bild: Verkehrsministerium Baden-Württemberg)

Absichtserklärung über ein Reallaborprojekt mit kompetentem Konsortium aus Baden-Württemberg unterzeichnet

Autonomes Fahren ist im Kommen. Große Chancen bestehen in Anwendungen auch im öffentlichen Busverkehr. Das Ministerium für Verkehr möchte die Technologie für eine Verkehrswende hin zu einer klimafreundlichen Mobilität nutzen. Ein interdisziplinäres Konsortium aus Forschungsinstituten, Anwendern und Technologieträgern hat nun ein Projekt „Reallabor für den Automatisierten Busbetrieb im ÖPNV in der Stadt und auf dem Land (RABus)“ vereinbart. Hierzu wurde am 23. Oktober eine Absichtserklärung (letter of intent) vom Konsortium und dem Ministerium für Verkehr unterzeichnet.

Die Projektabsicht zeichnet sich durch einen interdisziplinären Ansatz mit starkem Fokus auf die Anwendung und Erfahrbarkeit von automatisierten Mobilitätslösungen im ÖPNV aus. Die Ziele des Forschungsprojekts „RABus“ sind:

  1. Erprobung von hoch- und vollautomatisierten Fahrzeugen unterschiedlicher Größe, in verschiedenen Gebietstypen und mit akzeptablen Geschwindigkeiten im ÖPNV-Realbetrieb inkl. Öffentlichkeitsarbeit
  2. Darstellung automatisierter, flexibler Mobilitätsangebote
  3. Bewertung der technischen Umsetzung, der betrieblichen Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit, der Nutzerakzeptanz, der rechtlichen Belange sowie der verkehrlichen Wirkungen
  4. Beurteilung einer landesweiten Übertragbarkeit und Handlungsempfehlungen für einen zukunftsfähigen ÖPNV in Baden-Württemberg

Minister Hermann sagte: „Ich begrüße den praxisnahen Ansatz in Form eines Reallabors und den Willen, eine hochskalierbare Mobilitätslösung erhalten zu können. Es sind sehr gute Forscherinnen und Forscher für Verkehr und Fahrzeug am Start. Verkehrsbetriebe wollen die Alltagstauglichkeit im Fahrgastbetrieb prüfen und die heutigen und künftigen Fahrgäste ansprechen.“

Das Konsortium besteht aus dem Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS, federführend), dem Institut für Verkehrswesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Verkehrsbetrieb Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, dem Verkehrsbetrieb Stadtverkehr Friedrichshafen GmbH mit DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH und der ZF Friedrichshafen AG.

Die Projektidee entstand im Rahmen des Strategiedialoges Automobilwirtschaft Bande-Württemberg. Als nächsten Schritt erwartet das Verkehrsministerium Baden-Württemberg einen Projektantrag. Der endgültige Projektstart kann nach Verabschiedung des Staatshaushaltsplans durch den Haushaltgesetzgeber erfolgen.