Die Elektromobilität hält Einzug im Transportgewerbe. Immer mehr Hersteller bieten batterieelektrische Lkw an, und auch Transportunternehmen investieren zunehmend in die Anschaffung der klimafreundlichen Technologie. Der schwere Straßengüterverkehr steht damit vor einem tiefgehenden Wandel.
Das Land Baden-Württemberg unterstützt diesen Wandel aktiv – sowohl beim Kauf der Fahrzeuge als auch beim Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur.
Herausforderung: E-Lkws brauchen eigene Lösungen
E-Lkws können die bestehende Ladeinfrastruktur für Autos nicht einfach mitnutzen. Die Anforderungen sind zu unterschiedlich.
- Platzbedarf: Lkws benötigen mehr Platz an der Ladesäule. Kleine Parkplätze am Straßenrand reichen nicht aus.
- Ladeleistung: Lkws benötigen mehr Ladeleistung, um ihre großen Batterien schnell aufzuladen.
- Netzintegration: Die Stromnetze vor Ort müssen für die höhere Ladeleistung vorbereitet sein.
Sicher laden: Unterwegs und auf dem Betriebshof
Das Land unterstützt die Transportwirtschaft beim Aufbau der nötigen Infrastruktur. Das gilt für den Bau von öffentlichen Ladeparks, aber auch für den Bau von Ladesäulen auf dem privaten Betriebshof.
- Programm BASE-BW: Das Land finanziert den Aufbau eines Sicherheitsladenetzes für E-Lkw. 14 öffentliche Ladeparks für E-Lkw entstehen in verschiedenen Regionen des Landes. Gebaut und betrieben werden sie von zwei privaten Unternehmen. Grundlage dafür ist eine Studie, die einen stark wachsenden Bedarf und geeignete Standorte für Ladesäulen in den nächsten Jahren ermittelt hat.
- Programm TruckCharge@BW: Hier unterstützt das Land den Bau von knapp 500 Ladepunkten für E-Lkw. Überwiegend werden diese auf den Betriebsgeländen von Speditionen gebaut.
Unterstützung bei Kauf und Infrastrukturplanung
Batterieelektrische Lkw sind in der Anschaffung aktuell noch teurer als Dieselfahrzeuge. Um den Kauf wirtschaftlicher zu gestalten, unterstützt das Land Unternehmen bei der Anschaffung. Mit dem Förderprogramm BW-e-Trucks wurde so der Kauf von 174 mittelschweren und schweren Lkw bezuschusst.
Doch finanzielle Anreize allein reichen oft nicht aus. Komplexe Projekte wie der Bau von Ladeparks erfordern die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure, um zum Beispiel einen leistungsfähigen Netzanschluss sicherzustellen. Hier unterstützt das Kompetenznetz Lkw-Laden BW. Das von der Landesagentur e-mobil BW gesteuerte Netzwerk bringt Netzbetreiber, Ladeinfrastrukturbetreiber, Fahrzeughersteller, Logistikunternehmen und Regionalverbände an einen Tisch, um praxisnahe Fragestellungen zu klären und standortspezifisch zu beraten.
Hilfreich sind außerdem die Angebote der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Diese beleuchtet in ihrem "Faktencheck E-Lkw" (PDF, barrierefrei) etwa die Wirtschaftlichkeit und Klimabilanz der Technologie.














