Strategie

Roadmap reFuels – Baden-Württembergs Weg für erneuerbare Kraftstoffe

Baden-Württemberg treibt mit der Roadmap klimaneutrale Kraftstoffe für schwer elektrifizierbare Verkehrsbereiche voran.

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Metallröhren führen über ein Raffineriegelände.

Mit einer Strategie zur Transformation: Das ist das Ziel der entwickelten Roadmap reFuels. Seit 2022 ist sie die Grundlage, um klimaneutrale Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien – sogenannte reFuels – in Baden-Württemberg voranzubringen.

Die Roadmap soll dafür sorgen, dass auch in jenen Bereichen im Verkehrssektor weniger fossile Kraftstoffe verwendet werden, die nicht vollständig elektrifiziert werden können. Das sind beispielsweise der Luftverkehr und in Teilen der Schwerlastverkehr. Synthetische Kraftstoffe aus grünem Wasserstoff und CO₂ oder fortschrittliche Biokraftstoffe können hier fossile Kraftstoffe ersetzen.

Maßnahmen für Angebot, Nachfrage und Forschung

Die Roadmap beschreibt zentrale Schritte, um den Markthochlauf von reFuels zu ermöglichen. Sie beinhaltet Maßnahmen zur Steigerung des Angebots und der Nachfrage sowie Maßnahmen zur Gestaltung des regulatorischen Rahmens.

Ein wichtiger Fokus liegt auf dem Aufbau von Produktionskapazitäten für synthetische Kraftstoffe. Gleichzeitig sollen Pilot- und Demonstrationsanlagen entstehen, um Technologien weiterzuentwickeln und ihre industrielle Skalierung vorzubereiten. Auch internationale Energiepartnerschaften spielen eine Rolle, da Baden-Württemberg als Energieimportland langfristig auf den Import klimaneutraler Energieträger angewiesen sein wird.

Teil der Roadmap ist auch die Unterstützung der Forschung im Bereich reFuels. Dafür wurden verschiedene Studien und Marktanalysen beauftragt und abgeschlossen.

Zwischenbericht zeigt Fortschritte bei reFuels

Seit Veröffentlichung der Roadmap hat Baden-Württemberg Fortschritte erzielt. Das zeigt ein 2026 veröffentlichter Bericht, der eine erste Bilanz der Maßnahmen zieht.

Das Land hat eine Basis geschaffen, auf der in der nächsten Phase konkrete Projekte mit den entsprechenden Investitionen entwickelt werden können – so das Fazit des Berichts.

Baden-Württemberg habe seine Handlungsspielräume genutzt, um über Studien, Machbarkeitsanalysen und konkrete Pilotprojekte sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite zu stärken.

Auf der Angebotsseite wurden zum Beispiel technische, wirtschaftliche und regulatorische Analysen durchgeführt, um gezielt wichtige Akteure in der Europäischen Union, dem Bund sowie in der Industrie adressieren zu können.

Auf der Nachfrageseite wurde die Allianz Neues Fliegen initiiert. Darin setzen sich Fluggesellschaften, Flugplätze und weitere Branchenvertreter für den stärkeren freiwilligen Einsatz von nachhaltigen Flugkraftstoffen ein.

Regulatorische Rahmenbedingungen verändern

Um den Hochlauf weiter zu beschleunigen, sind jedoch zusätzliche Schritte notwendig – etwa ein geeigneter regulatorischer Rahmen, ausreichende Investitionen und eine stärkere Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Baden-Württemberg setzt auf Veränderungen auf der Ebene der Europäischen Union. Hierfür wurden in einem Aktionsplan reFuels acht zentrale Forderungen mit Akteur:innen aus Wirtschaft, Politik und Forschung entwickelt.

Mit einem geplanten Industriedialog zu reFuels soll der Austausch zwischen den beteiligten Akteuren zudem intensiviert werden. Ziel ist es, durch Vernetzung von Produzenten und potenziellen Abnehmer:innen konkrete Projekte voranzubringen und die Umsetzung der Roadmap in den kommenden Jahren weiter zu beschleunigen.

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