RAD UND FUSS

Kommunen investieren in die Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Fördervolumen für den Infrastrukturausbau Fahrrad- und Fußverkehr hat über die Jahre seit 2018 deutlich zulegt und liegt nun für den Zeitraum zwischen 2021 und 2025 bei 488 Millionen Euro.
Grafik die zeigt, dass zwischen 2018 bis 2020 die Anzahl an Fahrradabstellplätzen in BW zugenommen hat. 2020 wurden 4.169 zusätzliche Plätze geschaffen. 2021 sollen 2.509 Plätze folgen.
Grafik zeigt, dass zwischen 2018 und 2020 viele Kilometer an Radwegen neu gebaut wurden. 2020 wurden 70 Kilometer neu gebaut. 2021 sollen 77 Kilometer gebaut werden.

500 Rad- und Fußverkehrsmaßnahmen in Baden-Württemberg in Bau und Planung

In Baden-Württemberg ist die Radverkehrsförderung in den Kommunen angekommen. Die Nachfrage der Städte, Gemeinden und Landkreise nach einer Förderung von Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur ist größer denn je. Innerhalb von drei Jahren wurde das Fördervolumen der Programmneuanmeldungen von 18 Mio. Euro auf 72 Mio. Euro vervierfacht.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte bei der Vorstellung des neuen Förderprogramms für Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur: „Die Verkehrswende wird Realität – Kilometer für Kilometer. Immer mehr Kommunen nutzen das Programm und sie nehmen immer größere Projekte in Angriff.“

Insgesamt wächst das Förderprogramm für die Jahre 2021 bis 2025 auf mehr als 500 Maßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 490 Mio. Euro.
Dabei waren 371 Maßnahmen bereits aus den Vorjahren im Programm enthalten, 143 kommen neu hinzu.

Nach den Förderquoten des Landes liegt das Fördervolumen für die neu aufgenommenen Maßnahmen bei etwa 72 Mio. Euro. Seit kurzem kann das Land dabei auch auf das neue, umfangreiche Förderprogramm des Bundes „Stadt und Land“ zurückgreifen. Dadurch erhöhen sich die Förderquoten auf bis zu 90 Prozent. Nur dank der Bundesmittel können zudem überhaupt so viele Maßnahmen in das Programm aufgenommen werden. Minister Hermann erläuterte: „Das Bundesprogramm hilft uns sehr, aber es hat auch Tücken. Die Fördersumme wird nach Quoten auf die Länder verteilt und die Kommunen müssen die jeweilige Maßnahme bis Ende 2023 umsetzen. Die Förderung sollte verstetigt werden, um Land und Kommunen die notwendige Planungssicherheit zu geben.“ 

Neben dem stetigen Zuwachs an Förderanträgen in den vergangenen Jahren ist vor allem ein Trend hin zu größeren und kostenintensiveren Maßnahmen erkennbar. Der Verkehrsminister erläuterte, dass bei 32 der neuen Maßnahmen die Gesamtkosten jeweils eine Million Euro übersteigen und diese ca. 70 Prozent des gesamten Zuwendungsvolumens ausmachen. Neun neue Brücken sowie drei Fahrradstationen mit Serviceangeboten sollen zukünftig Lücken schließen und das Radfahren im Land attraktiver gestalten. Um dem Rad mehr Platz zu geben, werden beispielsweise Fahrspuren oder Parkplätze in Radinfrastruktur umgewandelt.

Die Aufnahme der Maßnahmen in das Förderprogramm ist allerdings nicht mit einer Bewilligung gleichzusetzen. Sie ermöglicht aber den Kommunen die Antragsstellung auf die konkrete Förderung der Maßnahme. Mit der Zustellung des darauffolgenden Förderbescheids können die Kommunen dann die geplanten Projekte umsetzen.

Lokale Maßnahmenliste des kommunalen Rad- und Fußverkehr nach LGVFG 2021-2025 (PDF)

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart