digitale Mobilität

Startschuss für Ideenschmiede digitale Mobilität

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Auftakt Ideenschmiede (Bilderquelle: Christian Hass)

In der Ideenschmiede digitale Mobilität widmen sich ExpertInnen aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und Gesellschaft den wichtigsten Zukunftsfragen der Verkehrs- und Technologiepolitik. Das Open Innovation Programm des Ministeriums für Verkehr besteht aus drei Bausteinen: Ein Think Tank setzt Impulse und erarbeitet Konzepte, der Digital Mobility Hack BW bietet einen Versuchsraum für digitale Prototypen und das Mobilitätsstipendium BW bringt Ideen in die Umsetzung.

Verkehrsminister Winfried Hermann begrüßte am 5. Oktober in Stuttgart den Auftaktworkshop zur Ideenschmiede digitale Mobilität. Das neu geschaffene Forum vernetzt Expertinnen und Experten rund um die Mobilität von Morgen. Minister Hermann: „Der neue Think Tank entwickelt im kommenden Jahr Handlungsempfehlungen für digitale Mobilitätsherausforderungen. Wir wollen zum Beispiel diskutieren, welche Lösungen die Digitalisierung für autolose Haushalte im ländlichen Raum bereithält. Doch Gespräche sind nicht alles: ein Hackathon bietet Raum zum Experimentieren mit Mobilitätsdaten und ein Stipendienprogramm unterstützt gezielt Innovatoren mit Ideen zur digitalen Mobilität.“ 

„Die Mobilität der Zukunft kann kein Silodenken gebrauchen, denn Innovationen entwickeln sich an Schnittstellen. Die Ideenschmiede bringt deshalb handelnde Akteure aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen“, sagte Verkehrsminister Hermann am Rande des Auftakts zum Think Tank in Stuttgart. „Uns war es wichtig, eine kleine Gruppe innovativer Personen zusammenzubringen – etablierte Expertinnen und Experten auf der einen Seite und junge Querdenkerinnen und Querdenkern auf der anderen Seite. Hierarchie und Status haben wir bei der Einladung zum Think Tank hintenangestellt“, so Verkehrsminister Hermann weiter.

Mit Privatwirtschaft, öffentlicher Hand, Forschung und Zivilgesellschaft sind im Think Tank verschiedene Personenkreise repräsentiert. Die Mitglieder des Gremiums sind unten genannt. Die Ergebnisse der Ideenschmiede werden nach Abschluss des Think Tanks publiziert und auf einer Abschlussveranstaltung vorgestellt. Die bereits laufenden Aktivitäten des Verkehrsministeriums sind im Arbeitspapier „Intelligente Mobilität der Zukunft: Digitalisierung in der Schlüsselrolle“ zusammengefasst und bilden einen Einstiegspunkt für die Arbeit des Think Tanks.

Nach dem Auftakt zum Think Tank folgen fünf weitere Workshops mit Fragestellungen etwa zu Verkehrskonzepten für den urbanen Raum, autolosen Bevölkerungsgruppen in ländlichen Regionen oder auch zur Technikfolgengestaltung beim autonomen Fahren. Die Empfehlungen des Think Tanks gehen in die Gestaltung der Verkehrspolitik des Landes Baden-Württemberg ein und sollen als Grundlage für künftige Investitionen und Förderaktivitäten dienen. 

Digital Mobility Hack BW

Weiterer Bestandteil der Ideenschmiede ist ein Hackathon, der am 20. und 21. Appril 2018 in Stuttgart stattfindet. Im Rahmen dieser Veranstaltung zur kollaborativen Softwareentwicklung bekommen Programmierinnen und Programmierer sowie anderen Innovatoren die Möglichkeit, frei von Lastenheften und Denkverboten digitale Prototypen im Bereich Mobilität zu entwickeln. Für das Wochenende steht dazu ein eigens zusammengestellter Pool von Mobilitätsdaten zur Verfügung.

Mobilitätsstipendium BW

Die dritte Säule bildet ein neues Stipendienprogramm, das Entwicklerinnen und Entwickler bei der Ausarbeitung von umsetzungsfähigen Ideen für zukünftige digitale Mobilitätslösungen unterstützt und erste Schritte des Markteintritts vorbereitet. Bewerbungsschluss für das Stipendium ist der 15. Mai 2018, 12 Uhr.


TeilnehmerInnen des Think Tanks der Ideenschmiede

  • Sophia Alcántara, wissenschaftliche Mitarbeiterin, ZIRIUS - Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung Universität Stuttgart
  • Prof. Dr. Tobias Bernecker, Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik – Hochschule Heilbronn
  • Blochin Cuius, CEO und Mitgründer MVMant
  • Klaus Bounin, Vorsitzender Bürger-Rufauto Bad Liebenzell e.V.
  • Elisabeth Brandt, 2. Vorsitzende Fahrgastbeirat Baden-Württemberg
  • Dietmar Fillinger, Leiter Vorstandsbüro, Stuttgarter Straßenbahnen AG
  • Michael Kuhn, Head of Communications, moovel GmbH
  • Nisar Naffati, Leiter Business Partner, Deutsche Bahn AG
  • Carina Häcker, Agile Master 
  • Dr. Sami Rabieh, Stabsstelle Digitalisierung, Innenministerium Baden-Württemberg
  • Stefan Kaufmann, Mitglied der Open Transport Working Group
  • Ingrid Kühnel, Geschäftsführerin KreisVerkehr Schwäbisch Hall GmbH
  • Franz Loogen, Geschäftsführer e-mobil BW GmbH
  • Alban Manz, Initiator Critical Mass Stuttgart
  • Martin Mockert, Strategy Development Mobility Services - Robert Bosch GmbH
  • Konrad Otto-Zimmermann, Kreativdirektor, The Urban Idea
  • Malte Schmeck, Referent e-mobil BW GmbH
  • Dr. Martin Schiefelbusch, Kompetenzzentrum innovative Angebotsformen im ÖPNV, NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH
  • Prof. Dr. Ann-Kathrin Seemann, Institut für Wirtschaftswissenschaft - Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 
  • Bernd Simon, Director Business Development, SAP Deutschland SE & Co. KG
  • Alexander Thewalt, Amt für Verkehrsmanagement - Stadt Heidelberg
  • Prof. Dr. Marius J. Zöllner, Vorstandsmitglied FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

 

Weitere Informationen

Digitale Mobilität

Weitere Meldungen

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schiene

Zusätzliche 26 Coradia-Max-Züge für Baden-Württemberg

Ein Passagierzug des Typs Lint 54 fährt auf einer Schiene.
Qualität

Schiene: Verbesserungen für die Fahrgäste dringend notwendig