Sanierunsprogramm 2025

Land investiert 425 Millionen Euro in Straßenerhalt

Das Sanierungsprogramm 2025 sieht für Erhaltungsmaßnahmen rund 425 Millionen Euro vor. Schwerpunkt ist die Erhaltung der Bauwerke, allen voran rund 7000 Brücken an Landes- und Bundesstraßen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Maschine asphaltiert eine Straße.

Das Verkehrsministerium hat das Sanierungsprogramm für 2025 veröffentlicht. Das zeigt, wo Straßen und Brücken im Land saniert werden. Für laufende und neue Erhaltungsmaßnahmen investiert das Land in diesem Jahr rund 425 Millionen Euro. Schwerpunkt ist die Erhaltung der Bauwerke, allen voran rund 7000 Brücken an Landes- und Bundesstraßen. 250 neue Projekte beginnt die Straßenbauverwaltung in Baden-Württemberg in diesem Jahr.

„Wir machen unsere Straßen und Brücken belastbar für die Zukunft. Deshalb sanieren wir auch in diesem Jahr das Bundes- und Landesstraßennetz umfassend. Das lohnt sich: Wer mehr saniert, vermeidet insbesondere bei Brücken hohe Folgekosten. Für 2025 sind wir weiterhin gut aufgestellt und haben ein ambitioniertes Programm. Mit mehr Mitteln aus dem Sondervermögen des Bundes für eine zusätzliche Sanierung der Infrastruktur werden die Investitionen in den kommenden Jahren weiter steigen. Das wird allerhöchste Zeit, um beim Zustand einen Sprung nach vorne zu machen“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann anlässlich der Vorstellung.

Was das Programm umfasst

Das Land setzt seit 2011 einen klaren Schwerpunkt im Straßenbau: Erhaltung und Sanierung der Infrastruktur haben auch weiterhin höchste Priorität. Die Maßnahmen aus dem Sanierungsprogramm 2025 sind dafür ein wichtiger Baustein. Das Sanierungsprogramm 2025 umfasst vor allem Projekte an Bauwerken (Brücken, Hang- und Felssicherungen, Stützwänden, Lärmschutzwänden, Tunnel) und an Fahrbahnen. „Wir setzen auf den Erhalt von Bauwerken und setzen das instand, was wir haben, bevor wir Neues schaffen“, sagte Hermann. Im Programm sind auch Projekte enthalten, die nach den heftigen Unwettern 2024 notwendig geworden sind. Im vergangenen Jahr hatten zahlreiche Überschwemmungen sowie Erdrutsche zu großen Schäden an den Straßen im Land geführt.

Landesweit werden im Netz aus Bundes- und Landesstraßen 2025 mehr als 160 Erhaltungsmaßnahmen an Bauwerken begonnen. Dazu gehören Instandsetzung, Ertüchtigung sowie Ersatzneubau von Bauwerken. Insbesondere starten in diesem Jahr im Land 13 Brückenersatzneubauten beziehungsweise Brückenertüchtigungen. Fahrbahndeckensanierungen plant das Land aktuell mit einer Gesamtlänge von rund 290 Kilometern. An Bundesstraßen ist die Sanierung von rund 140 Kilometern Fahrbahn, an Landesstraßen von rund 150 Kilometern Fahrbahn vorgesehen. Der Bund stellt für die Erhaltung der Bundesstraßen in Baden-Württemberg in diesem Jahr voraussichtlich Investitionsmittel rund 241 Millionen Euro zur Verfügung. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre hat das Land mehr Mittel abrufen können, als ursprünglich geplant waren. In den Erhalt seiner Landesstraßen investiert das Land voraussichtlich rund 184 Millionen Euro.

Zahlen, Daten und Fakten zum Programm

  • Das Sanierungsprogramm 2025 umfasst mehr als 160 Projekte an Bauwerken (zum Beispiel Brücken, Stützwände, Tunnel).
  • Länge der Fahrbahnen belaufen sich rund etwa 290 Kilometer (davon 140 Kilometer Bundesstraßen, 150 Kilometer Landesstraßen).
  • Investitionen: 184 Millionen Euro (Land) und 241 Millionen Euro (Bund), insgesamt 425 Millionen Euro.
  • Rekordjahr 2024 mit vergleichbaren Investitionen: 433 Millionen Euro (234 Millionen Euro Bund, 199 Millionen Euro Land).
  • Fokus 2024 mehr auf Fahrbahnen: Sanierte Fahrbahnen: 289 Kilometer (Land) und 217 Kilometer (Bund). Sanierte Bauwerke: 132 (69 Land, 63 Bund).

Zustandserfassung und Erhaltungsmanagement (ZEB)

  • Bundesstraßen: 2023 wurde eine detaillierte ZEB durchgeführt, wobei die Ergebnisse in längere, wirtschaftlich optimierte Erhaltungsabschnitte für FDE-Maßnahmen überführt wurden.
  • Das neue Erhaltungsmanagement 2025–2028 deckt circa 667 Kilometer Richtungsfahrbahnen ab.
  • Landesstraßen: Die ZEB 2024 wurde witterungsbedingt nicht abgeschlossen und wird im Frühjahr 2025 fortgeführt.
  • Die Ergebnisse bilden die Grundlage für das Erhaltungsmanagement 2026–2029.

Zukünftige Herausforderungen

  • Von rund 7.300 Brücken bedarf jede zehnte dringend einer Instandsetzung, Ertüchtigung oder eines Ersatzneubaus.
  • Ziel: Bis 2030 sollen alle 73 Brücken mit Spannungsrisskorrosion ersetzt oder ertüchtigt werden.
  • Finanzierungsbedarf: Neben den im Haushalt beschlossenen zusätzlichen 19 Millionen Euro pro Jahr im Doppelhaushalt 2025/2026 sind erhebliche weitere Mittel erforderlich.

Beispielprojekte aus dem Sanierungsprogramm 2025

Weitere Meldungen

Straßenbegleitgrün
Straßenoasen

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen mit Fahrradhelm lächeln in die Kamera
Stadtradeln

Die Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Auf einer Autobahn fahren Lastwagen und Autos nebeneinander (Bild: Fotolia.com/ Gina Sanders)
LKW

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Lkws auf einem Parkplatz (Bild: Fotolia.com/ B. Wylezich)
LKW

Baden-Württemberg erleichtert Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Fahrbahndeckenerneuerung

B 35 zwischen Bruchsal und Graben-Neudorf wird saniert

Straßenrand mit blühenden Blumen und Gräsern.
Naturschutz

Platz für Artenvielfalt: Land erfasst 25.000 Hektar Straßenbegleitgrün

Ministerin Razavi überreicht den Förderbescheid.
E-Mobilität

Startschuss für Lkw-Ladenetz in Baden-Württemberg

Die Absolventen der Straßenwärterprüfung, zusammen mit Minister Nicole Razavi
Straße

44 neue Straßenwärterinnen und Straßenwärter für Baden-Württemberg

Verkehrsministerin Razavi steht neben Autos mit einem Handy in der Hand.
VerkehrsInfo BW

VerkehrsInfo BW mit neuen Funktionen und mehr Übersicht

Eine Gruppe aus verschiedenen Politikerinnen und Politikern schneiden auf einer Brücke ein Band durch.
Straße

Große Pflugfelder Brücke vorzeitig fertig: Land unterstützt Neubau mit 12,9 Millionen

Bauarbeiter arbeiten mit Schaufeln und Schubkarren an einer Baustelle.
Gingen

L 1214: Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm