Tool

Digitales Verkehrszeichenkataster

Wo steht welches Verkehrszeichen in Baden-Württemberg? Das zeigt eine landesweite Datenbank. So profitieren Behörden und auch Navigationsdienstleister.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Thumbnail eines Videos zum Digitalen Verkehrszeichenkataster.

Das Digitale Verkehrszeichenkataster (VZK) ist ein Webportal mit einer hinterlegten Verkehrszeichen-Datenbank. Es listet die Verkehrszeichen an allen Straßen Baden-Württembergs auf. Egal ob Fußgängerüberweg oder Tempo 30. Hier ist hinterlegt, welche Verkehrszeichen wo verortet sind.

Das Verkehrsministerium setzt mit dem Kataster ein wichtiges Projekt seiner Digitalisierungsstrategie digital.mobil.bw 2030 um, in dem es bisher analoge Verwaltungsprozesse digitalisiert.

Funktionen im Überblick

Mit dem Digitalen Verkehrszeichenkataster bekommen Straßenbehörden im Land ein umfangreiches digitales Tool, das ihre tägliche Arbeit leichter macht.

  • Alle Daten an einem Ort: Überblick über die Verkehrszeichen vor Ort in einer interaktiven Karte.
  • Vollständiger digitaler Anordnungsprozess: Müssen neue Verkehrszeichen aufgestellt oder bisherige verändert werden, erfolgt der Prozess vollständig digital. Das Kataster wickelt den erforderlichen Anordnungsprozess ab. Das betrifft alle Phasen vom Entwurf, über die Prüfung bis zur Ausführung.
  • Strukturiertes Datenmodell: Ein mehrstufiges Modell aus Aufstellvorrichtungen, Verkehrszeichengruppen und einzelnen Zeichen ermöglicht eine Abbildung unterschiedlichster Konstellationen im Verkehrsraum.
  • Einfacher Import von Daten: Bereits verfügbare Daten zu Verkehrszeichen können in das Kataster importiert und um weitere Merkmale angereichert werden.
  • Open-Data-Ansatz: Verkehrszeichendaten werden über MobiData BW und die Mobilithek bereitgestellt. Die Daten können etwa von Navigationsdienstleistern übernommen werden. Dafür stehen unterschiedliche Schnittstellen bereit.

So funktioniert das digitale Verkehrszeichenkataster

Das digitale Verkehrszeichenkataster (VZK) ist ein Webportal und kann damit direkt über den Internetbrowser genutzt werden.

Screenshot des digitalen Verkehrszeichenkatasters.
Screenshot des digitalen Verkehrszeichenkatasters.
Screenshot des digitalen Verkehrszeichenkatasters.
Screenshot des digitalen Verkehrszeichenkatasters.

Die Kartendarstellung bietet eine Übersicht über die im System vorhandenen Verkehrszeichen. In der Darstellung können die Verkehrszeichendaten gepflegt werden. Jedes Verkehrszeichen kann mit detaillierten Informationen ergänzt werden. Der Prozess der verkehrsrechtlichen Anordnung ist vollständig digitalisiert. Auch notwendige Stellungnahmen von anderen Behörden können digital eingeholt werden.

Bereits zum Start ist im Kataster ein landesweiter Grundbestand der relevantesten Verkehrszeichen enthalten. Kommunen vor Ort können mit den Daten arbeiten und sie weiter ergänzen und fortlaufend aktualisieren.

Schritt für Schritt zum neuen Verkehrsschild

Das digitale Verkehrszeichenkataster bildet den gesamten Prozess der verkehrsrechtlichen Anordnung von Verkehrszeichen durchgängig digital ab – standardisiert und ohne Medienbruch. So entsteht ein klar nachvollziehbarer Workflow für alle Beteiligten:

  1. Entwurf: Auswahl geeigneter Verkehrszeichen, Angabe örtlicher Gegebenheiten, Begründung und Details zur geplanten Anordnung, optionaler Datei-Upload.
  2. Prüfung: Beteiligung von Stakeholdern über ein integriertes Stellungnahmeverfahren, automatische Benachrichtigungen, digitale Rückmeldungen direkt im System.
  3. Entscheidung: Finale Bearbeitung mit Begründung, Anordnungsdatum und ergänzenden Angaben zur Verordnung.
  4. Ausführung: Übergabe an ausführende Stellen, Möglichkeit zur Eingabe von Aufstellungsdaten, Fotodokumentation und weiteren Attributen – auch durch externe Nutzerinnen und Nutzer.
  5. Abschluss: Prüfung der Umsetzung, Übernahme der Daten in den Bestand, Abschluss und Archivierung des Vorgangs.

Zugang zum Verkehrszeichenkataster

Sie möchten das digitale Verkehrszeichenkataster für Ihre Arbeit nutzen? Einen Zugang bekommen Kommunen, Landkreise und weitere Landesbehörden.

Um sich einloggen zu können, benötigt man einen Service-BW-Account. Mit dessen Zugangsdaten kann man sich anschließend am Webportal des Verkehrszeichenkatasters registrieren.

Ständige Weiterentwicklung

Das Verkehrsministerium entwickelt das Kataster fortlaufend weiter. In Zukunft kommen weitere Funktionen hinzu. Geplant sind Prüffunktionen für zulässige Verkehrszeichenkombinationen, Gültigkeitsbereiche von Verkehrszeichen und Auswertungsmöglichkeiten im Datenbestand. Zusätzliche Importschnittstellen sollen zudem die Interoperabilität mit kommunalen und regionalen Bestandssystemen erhöhen.

Aktuelle Meldungen zum Thema

Drohne mit Baukränen im Hintergrund
BIM

B 29: Sanierung zwischen Urbach und Lorch abgeschlossen

Die Sanierung der B29 zwischen Urbach und Lorch ist abgeschlossen. Die Strecke wurde feierlich von Bund und Land für den Verkehr freigegeben.

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Straßeninfrastruktur

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Das Land investiert mehr als 52 Millionen Euro gezielt in die Modernisierung von Brücken, den Ausbau sicherer Radverbindungen und die Schaffung attraktiver Ortsmitten.

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Auch 2026 sollen viele Radwegekilometer in Baden-Württemberg neu gebaut werden. Grundlage ist der Bedarfsplan für Radwege, der seit März 2023 Schritt für Schritt umgesetzt wird.

Schild warnt vor Straßenschäden.
Straße

500 Millionen Euro für Straßen-Erhalt im Land

Das Land investiert 2026 so viel wie noch nie in den Erhalt von Straßen und Brücken. Mehr als 310 weitere Projekte können starten.

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Unter vielen Straßenbrücken in Baden-Württemberg liegen heute versiegelte, wenig genutzte Flä-chen. Künftig sollen diese Orte einen neuen Zweck bekommen.

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Verkehrsminister Winfried Hermann und Regierungspräsident Klaus Tappeser haben das Startsignal für die neue Ortsumgehung an der L 259 bei Rißtissen gegeben.

Blühende Fläche neben dem Straßenverkehr
Straße

Wo Straßen aufblühen: Zehn Kommunen zeigen, wie Wandel gelingt

Wenn graue Straßen zu blühenden Lebensräumen werden: Der Wettbewerb „Straßenoasen“ würdigt Kommunen, die Mut zu mehr Grün zeigen.

Mehrere Straßenschilder stehen in einem Schuppen nebeneinander.
Straße

Neue Werkstatt-, Wasch- und Fahrzeughalle für die Straßenmeisterei Gaildorf

Halle der bundeseigenen Straßenmeisterei Gaildorf ist offiziell von Elke Zimmer, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, an den Landkreis übergeben worden.

Ein Bagger lädt Schutt ab (Bidlerquelle: pixabay/wheel-loader-2580470/1920)
Albaufstieg

Albaufstieg freigegeben

Die Baufreigabe für den Albauf- und -abstieg der A8 zwischen Mühlhausen und Hohenstadt wurde erteilt und kann nun umgesetzt werden..

Baumwiese (Bild: pixabay/ 2916763)
Straße

Was Streuobstwiesen mit dem Straßenbau zu tun haben

Mit einer Pflanzaktion hat Verkehrsminister Winfried Hermann in Gemmingen den Startschuss für die Herstellung einer neuen Streuobstwiese gegeben.

Straße

Straßenmeistereien bereit für Wintersaison

Die Straßenmeistereien im Land sind gut gerüstet für den Winter. Die Verkehrssicherheit hat oberste Priorität.

Bauarbeiten an einer Brücke (Bild: Fotolia.com/c-vom)
Brücken

Umsetzungsplan zur Erhaltung der Brücken

Rund 180 Brücken im Land sollen bis zum Jahr 2030 modernisiert werden, weitere rund 450 Brücken bis 2036.

Eine Person schneidet mit einer großen Schere ein Band zur Eröffnung durch.
Straße

B 19: Freigabe des Brückenersatzbaus in Gaildorf-Münster

Der neue Ersatzbau der Kocherbrücke in Gaildorf-Münster (Kreis Schwäbisch-Hall) ist für den Verkehr freigeben.

Straße

B 14-Ausbau bei Backnang: Murrtalviadukt nimmt Form an

Beim Besuch der Baustelle des Murrtalviadukts-Ost im Rahmen seiner Sommertour hat Verkehrsminister Hermann den planmäßigen Fortschritt gelobt. Ende 2025 soll das Bauwerk fertig sein.

Staatssekretärin Elke Zimmer übergibt den Straßenwärter-Auszubildenden der Straßenmeisterei Ellwangen Maximilian Klos und Noah Wagner die Gewinnerplakette „Straßenoase“. Dabei sind Kreiskämmerer Karl Kurz und Landrat Joachim Bläse.
Straßenoasen

Wettbewerb „Straßenoasen“ startet erneut

Der Wettbewerb „Straßenoasen“ startet erneut. Kommunen bewerben sich mit Straßenbegleitflächen, welche sie kreativ umgestaltet haben.