Das Ministerium für Verkehr arbeitet daran, den Fußverkehr politisch aufzuwerten und speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnittene Konzepte zu entwickeln. Diese werden mit den Betroffenen und den für die Umsetzung der meisten Maßnahmen zuständigen Kommunen abgestimmt. Baden-Württemberg ist damit eines der ersten Flächenländer, die das Thema Fußverkehr auf Ministeriumsebene bearbeiten.
Ziele und Maßnahmen
- Beratung und Sensibilisierung kommunaler Akteure für den Fußverkehr. Zu Fuß gehen soll als Verkehrsart wahrgenommen werden, die genau wie der Auto- und Radverkehr ein Netz, Infrastruktur und Beschilderung erfordert und angemessen gefördert werden muss.
- Initiativen auf Bundesebene, etwa um Fußgängerinnen und Fußgänger besser vor Falschparkern zu schützen. Das Zuparken von Kreuzungen schränkt die Bewegungsfreiheit von Fußgängerinnen und Fußgängern ein und erhöht deren Sicherheitsrisiko, da sie von Autofahrerinnen uhnd Autofahrern beim Überqueren schlechter wahrgenommen werden.
- Modellprojekte etwa für Ampelschaltungen, die Fußgängerinnen und Fußgänger in einem Zug über große Kreuzungen führen („Grüne Welle“) oder auf Quartiersebene, um die Mobilität von Fußgängerinnen und Fußgängern sicher und attraktiv zu gestalten.
- Shared Space. Einrichtung von Mischverkehrsflächen dort, wo viele Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger unterwegs sind. Shared Space macht sie zu gleichberechtigten Verkehrsteilnehmenden, die den gleichen Raum nutzen wie Autofahrerinnen und Autofahrer.
- Mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum ermöglicht Mobilität für alle. Maßnahmen sollen sich an den Bedürfnissen von Behinderten, aber auch der großen Gruppe älterer Menschen mit Geh-, Seh- und sonstigen Schwächen orientieren.
- Förderung von Radstreifen auf der Fahrbahn – diese Maßnahme erhöht nicht nur die Sicherheit von Radfahrerinnen und Radfahrern. Werden diese auf die Straße geführt, kommt es zudem zu weniger Konflikten mit Fußgängerinnen und Fußgängern.
- Konzentration im Städtebau auf das Leitbild einer Stadt der kurzen Wege, die den Fußverkehr attraktiver macht.
- Stärkere Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern – etwa durch mehr Angebote für Leihräder und Leihmobile.













