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Staatssekretärin Splett besichtigt Sanierungsarbeiten auf der B27

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Verkehrsstaatssekretärin Gisela Splett, MdL hat am Samstag, 8. November die Sanierungsmaßnahme auf der B 27 bei Aichtal besichtigt. Die Fahrbahndeckenerneuerung zwischen der Kreisgrenze Reutlingen/Esslingen und der Aichtalbrücke in Fahrtrichtung Stuttgart wird in kompakter Asphaltbauweise hergestellt. Staatssekretärin Splett wies darauf hin, dass die Bauzeit durch die innovative Bauweise kurz gehalten werden kann: „Dies ist besonders wichtig, da dieser Streckenabschnitt der B 27 mit 40 000 Fahrzeugen pro Tag hoch belastet ist.“ 

Daraus folgt, dass einerseits der Verschleiß der Fahrbahn besonders hoch ist und andererseits eine Sanierung gerade wegen der hohen Verkehrsdichte große Verkehrsbeeinträchtigungen nach sich zieht. Ausschlaggebend für eine gelungene Sanierung sind daher eine möglichst kurze Sanierungsdauer und ein möglichst langer Nutzungszeitraum. Diese beiden Kriterien werden bei der Fahrbahndeckenerneuerung in „kompakter Asphaltbauweise“ erfüllt. 

Das bei der Fahrbahndeckenerneuerung zum Einsatz kommende innovative Bauverfahren bedeutet, dass die Fahrbahn auf der gesamten Breite ohne Naht hergestellt wird. Zudem wird die Herstellung von Asphaltbinder- und Asphaltdeckschicht in einem Arbeitsgang durchgeführt. Bei diesem Verfahren spricht man auch von einer Herstellung der Asphaltschichten „heiß auf heiß“. 

Durch die gleichzeitige Herstellung der beiden Asphaltschichten können große Zeitersparnisse erzielt werden, da die einzelnen Schichten vor dem Einbau nicht abkühlen müssen. Außerdem ist die Bauausführung auch bei ungünstigen Temperaturverhältnissen möglich. Zudem werden weitere Arbeitsschritte wie das Kehren der Fahrbahn und das Aufbringen von Haftkleber zur Verbesserung des Schichtenverbundes überflüssig. Durch die Ausführung der gesamten Fahrbahndeckenerneuerung an nur einem Wochenende und die Beschränkung vorbereitender Arbeiten auf verkehrsarme Zeiten wurden die Eingriffe in den Verkehr auf ein Minimum reduziert. 

Die vorbereitenden Arbeiten an der Mittelstreifenüberfahrt wurden bereits in der verkehrsarmen Zeit erledigt. Die eigentliche Fahrbahnerneuerung hat am Freitag, 7. November um 19.00 Uhr begonnen und sollte bis Montag, 10. November, 5.00 Uhr vollständig abgeschlossen sein. 

Hintergrundinformation:

Die dauerhafte Sicherung und Gewährleistung nachhaltiger Mobilität ist ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Die Sanierung und der Erhalt des bestehenden Straßennetzes stehen dabei für die Landesregierung im Vordergrund. Aufgrund der in den letzten Jahren stetigen Verschlechterung des Straßenzustandes vor allem der Landesstraßen in Baden-Württemberg hat die grün-rote Landesregierung mit dem 4-Säulen-Modell das Ziel formuliert, eine deutliche Verbesserung der Straßen herbeizuführen. Das 4-Säulen-Modell beinhaltet die Verstärkung und Verstetigung der Erhaltungsmittel, den nachhaltigen Einsatz der Haushaltsmittel durch Mittelverteilung nach objektiven Kriterien, die Erprobung neuartiger, kostengünstiger und umweltfreundlicher Bauverfahren und eine Kostenreduzierung durch Standardanpassung. 

In Anbetracht der festgestellten Zustandsverschlechterungen ist es erforderlich, künftig deutlich mehr Ressourcen im Bereich der Erhaltung einzusetzen. „Erfolgt dieser erhöhte Ressourceneinsatz, kann eine Trendwende erreicht werden und der Erhaltungszustand wird sich verbessern“, so Staatssekretärin Gisela Splett anlässlich des Baustellentermins. Nach der aktuellen Finanzplanung steigen die vom Bund für Baden-Württemberg für Erhaltungsinvestitionen vorgesehenen Mittelansätze kontinuierlich auf 350 Mio. Euro an, so dass in den kommenden Jahren in hinreichender Höhe Finanzmittel zur Verfügung stehen werden. 

Für die Landesstraßen hat eine gutachterliche Abschätzung einen jährlichen Bedarf von rund 80 Mio. Euro zur Beibehaltung des Zustandes des Landesstraßennetzes ergeben. Um eine Verbesserung zu erreichen, sind jährlich mindestens 100 Mio. Euro notwendig. Die Landesregierung hat in diesem Jahr die Erhaltungsmittel auf insgesamt 125 Mio. Euro verstärkt, so dass nach Abzug der Rückzahlungen für das von der Vorgängerregierung aufgelegte Landesinfrastrukturprogramm in Höhe von 23,3 Mio. Euro insgesamt rund 100 Mio. Euro zur Verfügung stehen.

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