Das Regionale Verkehrsmanagement braucht klare Grenzen. Nur so lassen sich Verkehrsströme analysieren, Probleme identifizieren und wirkungsvolle Strategien entwickeln. Das Projektgebiet orientiert sich an realen Verkehrsbeziehungen, nicht an Verwaltungsgrenzen.
Verkehrsströme bestimmen die Grenzen
Das Projektgebiet umfasst den Landkreis Heilbronn sowie die Städte Heilbronn und Neckarsulm. Es schließt alle verkehrlichen wichtigen Bereiche ein: Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen, städtische Hauptverkehrsachsen und Routen des öffentlichen Personennahverkehrs.
Kriterien für die Abgrenzung:
- Verkehrliche Verflechtungen zwischen den Kommunen (zum Beispiel Pendlerverkehre)
- Verwaltungsrechtliche Grenzen und Zuständigkeitsbereiche
- Technische Vernetzungsmöglichkeiten der Verkehrssysteme (zum Beispiel Lichtsignalanlagen)
- Wirtschaftliche und siedlungsstrukturelle Schwerpunkte

Strategisches Netz als Planungsgrundlage
Innerhalb der Region gibt es Verkehrsachsen, die besonders wichtig sind. Das strategische Netz erfasst genau diese Hauptrouten. Es bildet die Planungsgrundlage für das Verkehrsmanagement und umfasst alle Infrastrukturen, die für die regionale Mobilität besonders wichtig sind – im motorisierten Individualverkehr (MIV), im öffentlichen Verkehr (ÖV) sowie im Rad- und Fußverkehr.
Die zentralen Verkehrsachsen des MIV
Das strategische Straßennetz im Raum Heilbronn Neckarsulm gliedert sich nach den verschiedenen Straßenklassen:
- Autobahnen A81 und A6: Als überregionale Hauptverkehrsadern bilden sie das Grundgerüst des Verkehrsnetzes und verbinden die Region mit anderen Wirtschaftsräumen.
- Bundesstraßen B27, B39 und B293: Sie übernehmen wichtige Verbindungsfunktionen zwischen den Kommunen und dienen als Zubringer zu den Autobahnen.
- Landesstraßen L1088, L1095, L1100, L1101, L1103, L1106 und L1111: Diese Straßen erschließen die Region und verbinden kleinere Ortschaften mit den Zentren.
- Kreisstraßen K9562, K9563, K9564: Ausgewählte Kreisstraßen mit regionaler Bedeutung ergänzen das strategische Netz, insbesondere als mögliche Alternativrouten.
Öffentlicher Verkehr
Das strategische Netz des öffentlichen Verkehrs umfasst:
- Schienengebundene Verkehrsmittel mit hoher Kapazität (Stadtbahn und Regionalbahn).
- Zentrale Haltestellen und Umsteigepunkte (zum Beispiel Hauptbahnhof, Bahnhof Bad Friedrichshall).
- Mobilstationen als Verknüpfungspunkte verschiedener Verkehrsmittel (Bike-Sharing, Carsharing, E-Scooter, ÖPNV, et cetera).
Rad- und Fußverkehr
Auch nachhaltige Mobilität findet Berücksichtigung im strategischen Netz:
- Wichtige Radwegeverbindungen in der Region.
- Wichtige Fußwege im Umfeld von Verkehrsknotenpunkten.
- Umsteigemöglichkeiten auf andere Verkehrsträger (beispielsweise ÖPNV, Rad, Taxi) an Mobilstationen.
Technische Infrastruktur und Systeme
Der Untersuchungsraum verfügt über verschiedene technische Systeme der Projektpartner:
- Lichtsignalanlagen an wichtigen Knotenpunkten.
- Verkehrserfassungssysteme zur Datengewinnung – sie liefern wichtige Informationen, um Verkehrsströme besser zu steuern.
- Verkehrsinformationsanlagen versorgen Verkehrsteilnehmende mit aktuellen Informationen zur aktuellen Verkehrslage, Fahrzeiten und möglichen Umleitungen.
- Bestehende Verkehrsleitzentralen und Managementsysteme für Lichtsignalanlagen.














