Sicherer, umweltschonender und flüssiger Verkehr durch ein intelligentes und vernetztes Verkehrsmanagement, erlebbar im Großraum Heilbronn Neckarsulm. Dieser gemeinsam beschlossene Leitsatz ist die Grundlage des Regionalen Verkehrsmanagements. Es zeigt allen Beteiligten die Richtung: Mobilität soll nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger, digitaler und stärker vernetzt werden. Dabei werden alle Mobilitätsformen berücksichtigt – von Bus und Bahn über Auto und Motorrad bis hin zum Rad- und Fußverkehr.
Gemeinsam entwickelt statt von oben verordnet
Das Zielkonzept ist in enger Zusammenarbeit aller Partner entstanden. Kommunen, das Land, Infrastrukturbetreiber, Einsatzkräfte und die Wirtschaft haben ihre Erfahrungen und Bedürfnisse eingebracht und in mehreren Zielfindungsterminen gemeinsam erarbeitet, was das Regionale Verkehrsmanagement erreichen soll. Dabei stand von Anfang an fest: verfolgt werden nur Ziele, die mit den Mitteln des Regionalen Verkehrsmanagement tatsächlich erreichbar sind. Die Partner verstehen das Projekt als dauerhafte, gemeinschaftliche Aufgabe.
Drei Zielfelder für die Region
Das Zielkonzept gliedert sich in drei zentrale Bereiche – sogenannte Zielfelder. Diese decken alle Aspekte des Regionalen Verkehrsmanagements ab:
- Mobilität: Multi- und intermodale Wegeketten werden gefördert. Das bedeutet, die Region unterstützt Verkehrsteilnehmende dabei, verschiedene Verkehrsmittel intelligent zu kombinieren. Der Umweltverbund aus öffentlichem Personennahverkehr, Fahrgemeinschaften sowie Fuß- und Radverkehr soll gezielt gestärkt werden. Durch eine bevorrechtigte Schaltung der Lichtsignalanlagen bei bestimmten Verkehrslagen, werden nachhaltige Verkehrsmittel bevorzugt und in Kombination mit zuverlässigen Echtzeitinformationen das Vertrauen in diese Verkehrsmittel gestärkt.
- Verkehrsmanagement und Echtzeitsteuerung: Sensible Gebiete wie Wohnviertel werden durch gezielte Verkehrslenkung vor unerwünschtem Durchgangs- und Ausweichverkehr geschützt. Der Verkehrsfluss wird über alle Verkehrsmittel hinweg bei verschiedenen Situationen optimiert – sowohl im täglichen Pendlerverkehr als auch bei besonderen Ereignissen wie Unfällen oder Baustellen. Verlässliche, flächendeckende Mobilitätsdaten bilden die Grundlage, ebenso wie optimierte Rahmenbedingungen für Einsatzkräfte. Dazu zählen automatische Ampelschaltungen: Durch digitale Kommunikation zwischen Lichtsignalanlage und Fahrzeug erhalten Einsatzkräfte Vorfahrt.
- Kooperation: Im Strategieforum arbeiten die Partner kontinuierlich zusammen und entwickeln gemeinsame Lösungen. Gleichzeitig vernetzten sie ihre Systeme digital: Verkehrsdaten, Ampelsteuerung und Informationssysteme arbeiten dann zusammen.
Lebendiges Dokument mit Zukunftsperspektive
Das Zielkonzept ist kein starres Dokument, sondern ein dynamischer Entwurf: Es wird fortlaufend angepasst, ergänzt und konkretisiert – gemeinsam von allen Partnern.
Detaillierte Vorgaben zur Umsetzung folgen erst im Rahmen der Maßnahmenentwicklung. So bleibt das Zielkonzept flexibel und zukunftsorientiert – und zugleich fest im gemeinsamen Auftrag verankert.
Das Fundament für intelligente Mobilität
Das gemeinsam verabschiedete Zielkonzept ist die Leitlinie für alle folgenden Schritte im Regionalen Verkehrsmanagement. Es schafft Orientierung für die Entwicklung konkreter Verkehrsmanagementstrategien und stellt sicher, dass alle Maßnahmen die gemeinsam vereinbarten Ziele unterstützen. So entsteht ein Regionales Verkehrsmanagement, das für alle funktioniert.















