Ladeinfrastruktur

Flächendeckendes Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge (SAFE)

Das Land setzt mit dem flächendeckenden Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge (SAFE) ein deutliches und bisher einmaliges Zeichen gegen die noch verbreitete Reichweitenangst beim Einsatz von Elektroautos und sorgt dafür, dass überall im Land eine Lademöglichkeit zu finden ist. So entsteht eine flächendeckende und einheitliche Ladeinfrastruktur, die zudem Akteure aus ganz Baden-Württemberg zusammenbringt.

Ein aus insgesamt rund 80 Partnern bestehendes Konsortium unter der Führung der EnBW AG hat einen Förderbescheid für die Errichtung von SAFE erhalten.

Auf der Grundlage der Förderbekanntmachung SAFE entsteht in einem Raster von 10 mal 10 Kilometern ein Grundladenetz mit mindestens 22 Kilowatt Ladeleistung. Zusätzlich entsteht ein Schnellladenetz mit mindestens 50 Kilowatt in einem 20 mal 20 Kilometer Raster, welches in das Grundladenetz integriert wird. Die Ladestationen werden für mindestens 6 Jahre ab Inbetriebnahme zur Verfügung stehen und den aktuellen technischen Anforderungen entsprechen.

Förderung für insgesamt 139 Ladestationen

Die Förderung umfasst die Errichtung von insgesamt 39 neuen Schnellladestationen und 100 Normalladestationen (davon 12 Ertüchtigungen bereits bestehender Standorte), an welchen vertragsbasiertes Roaming und spontanes Laden möglich sein wird.

Weitere zur Flächendeckung notwendige Ladestationen werden mit einer Betriebsgarantie des Konsortiums als Bestand eingebracht oder haben eine Förderung über einen Förderaufruf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erhalten, wodurch das flächendeckende Sicherheitsladenetz aus insgesamt über 400 Ladestationen besteht.
Den Internetauftritt von SAFE mit einer Auflistung der Konsortialpartner finden Sie unter www.safe-bw.net.

Kontakt

e-foerderung-bw@vm.bwl.de

Strategie Ladeinfrastruktur

Durch eine erhöhte Modellvielfalt, attraktive Förderangebote sowie das Klimabewusstsein der Menschen steigen die Zulassungszahlen für elektrisch angetriebene Fahrzeuge stetig an. Dadurch erhöht sich auch der Bedarf an öffentlichen und nichtöffentlichen Ladepunkten. Als Reaktion auf diesen Bedarf an Ladeinfrastruktur veröffentlichte die die Bundesregierung den „Masterplan Ladeinfrastruktur“ mit einem Maßnahmenplan und Zielhorizont bis 2030.

Auch in Baden-Württemberg wird aufgrund der angenommenen Entwicklung des Fahrzeughochlaufs und der Klimaschutzziele des Verkehrssektors ein Bedarf von etwa zwei Millionen nichtöffentlich und bis zu 200.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten erwartet. Dies basiert auf der Annahme von zwei Millionen Elektrofahrzeugen im Jahr 2030, welche 20 Prozent des Bundesziels in Höhe von bis zu 10 Millionen E-Fahrzeugen entsprechen. Auf diesen Bedarf reagiert nun die Strategie Ladeinfrastruktur des Landes Baden-Württemberg mit dem Ziel, einen bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur im öffentlichen, gewerblichen und privaten Raum zu erzielen. Der Zielhorizont ist ebenfalls 2030. Ein zentraler Baustein der Strategie Ladeinfrastruktur ist außerdem, dass der steigende Energiebedarf vollständig regenerativ gedeckt werden soll.

Konkrete Maßnahmen, die im Rahmen der Strategie Ladeinfrastruktur für nichtöffentlich und öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur durchgeführt werden sollen, sind vor allem die Förderung von nichtöffentlichen Ladepunkten, E-Quartierhubs, also Quartiersgaragen mit Ladeinfrastruktur, die Fortführung der Elektrifizierung der Landesfahrzeugflotte und die Etablierung von „Elektromobilität und Verbraucherschutz“ als Beratungsthema bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.   

Durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur werden darüber hinaus erhebliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale für Baden-Württemberg erschlossen, da baden-württembergische Unternehmen ihre Tätigkeiten in Entwicklung, Produktion, Aufbau, Betrieb sowie Wartung von Ladeinfrastruktur ausbauen können.

Um auch den aktuellen Herausforderungen im Bereich Sicherheit und Datenschutz beim Laden von Fahrzeugen gerecht zu werden, formuliert das Land Baden-Württemberg derzeit eine ganzheitliche Cybersicherheitsstrategie. Neue Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungen sollen so geschützt und weiterentwickelt werden.

An der Strategie für den Ausbau der öffentlichen und nichtöffentlichen Ladeinfrastruktur in Baden-Württemberg ist neben dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und allen betroffenen Landesministerien auch die Landesagentur e-mobil maßgeblich beteiligt. Insgesamt ist die Strategie Ladeinfrastruktur in den gesamtwirtschaftlichen und technologieoffenen Ansatz der Landesregierung Baden-Württemberg eingebettet, der wiederum dem Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg (SDA BW) zugrunde liegt. Insgesamt wird eine Mobilität auf der Basis von regenerativer Energien mit Strom, Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen als Energieträger angestrebt. Die Energieträger Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe werden in anderen Arbeitsgruppen und Projekten des SDA behandelt.

Das ausführliche Strategiepapier finden Sie hier.