ÖPNV

Länderminister fordern mehr Geld für ÖPNV

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Frau trägt eine Alltagsmaske auf einem Bahnsteig (Bild: bwegt)

Die Verkehrsminister aller Bundesländer fordern mehr Geld zum Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Der Bund müsse die Mittel für die gestiegenen Kosten bei Bussen und Bahnen deutlich erhöhen, wurde von der Verkehrsministerkonferenz (VMK) am Mittwoch in Bremen einstimmig beschlossen.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann sagte nach der VMK: „Das von der Ampelkoalition bundesweit geplante Neun-Euro-Monatsticket für drei Monate ist ein hochattraktives saisonales Angebot, das mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf den Öffentlichen Personennahverkehr bewegen kann. Wir haben aber die Sorge, dass nach dem schönen Sonderangebot die Ticketpreise durch die Decke gehen, weil die Kosten für Energie und Treibstoffe drastisch steigen.“

Klimaschutz erfordert Umstieg auf ÖPNV

Minister Hermann betonte: „Wir wollen ja alle, dass aus Gründen des Klimaschutzes die Zahl der Fahrgäste bis zum Jahr 2030 verdoppelt wird. Dazu braucht es allerdings ein attraktives Angebot im ÖPNV und im regionalen Bahnverkehr. Was bisher von Seiten des Bundes vorliegt, reicht nicht, um dieses Ziel zu erreichen. Im Entwurf der Bundesregierung für eine Änderung des Regionalisierungsgesetzes fehlt die notwendige Erhöhung.“  

Der Landesverkehrsminister wies darauf hin, dass die Länder nach dem Grundgesetz für den regionalen Bahnverkehr verantwortlich sind und deshalb Anspruch auf ausreichende Steuermittel zur Finanzierung haben. „Wenn da nichts kommt, wird aus dem Versprechen auf einen besseren ÖPNV eine Luftnummer werden,“ fügte Minister Hermann hinzu.

Bund muss Finanzierungsbedarf decken

Die VMK weist in ihrem Beschluss darauf hin, dass die vom Bund angekündigten 3,7 Mrd. Euro für die bundesseitigen Anteile des ÖPNV-Rettungsschirms zur Deckung der pandemiebedingten Einnahmeausfälle im Jahr 2022 sowie zur Deckung der Kosten für das 9-Euro-Ticket in den drei Monaten vom Bund erhöht werden müssen, wenn der tatsächliche Finanzierungsbedarf höher ausfällt als vorhergesagt.

Weitere Meldungen

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der Mühlbachstrasse
Eislingen

Mühlbachtrasse legt Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen

Radfahrer auf dem Badischen Weinradweg in den Reben oberhalb von Freiburg - Sankt Georgen mit Blick auf die Stadt Freiburg.
Rad

Mehr Qualität auf Radreisen: Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Zug auf Gleisen mit Frankreich-Flagge im Hintergrund.
Deutschlandticket

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Neubau

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
LEFG

18 Millionen Euro vom Land für sichere Schieneninfrastruktur

Illustration. Ein autonom fahrendes Auto steht an einem Zebrastreifer und lässt Fußgänger:innen passieren.
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Drohne mit Baukränen im Hintergrund
BIM

B 29: Sanierung zwischen Urbach und Lorch abgeschlossen

Ein Mann mit Cap und eine Frau stehen vor einem Auto mit der Aufschrift DEINE MUTTER und haben schwarze T-Shirts an mit gelber Schrift "Deine Mutter..."
Team Vision Zero

Ein bekanntes Muster: Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Zwei Radfahrerinnen fahren auf dem Fahrradstreifen einer Straße.
Rad- und Fußwege

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege für Baden-Württemberg

Der Blick aus dem Inneren eines Tunnels auf das Tunnelende.
Straße

Tunnel Albstadt-Laufen: Mehr Sicherheit und moderne Technik auf der B 463