Erhaltung von Bundes- und Landesstraßen

Asphaltfertiger bei der Straßensanierung (Bild: benjaminnolte/ Fotolia)

Baden-Württemberg ist als dynamisches Land, profilierter Wirtschaftsstandort und Transitland auf eine gut ausgebaute und intakte Straßeninfrastruktur angewiesen. Die große Herausforderung in Bezug auf die Sicherstellung der Mobilität in Baden-Württemberg ist und wird der Erhalt der existierenden Infrastruktur sein. Die Verpflichtung des Landes für diese und zukünftige Generationen ist es, diese Infrastruktur erwartungsgerecht zu erhalten. Die Landesregierung setzt seit 2011 dementsprechend den Schwerpunkt auch auf den Erhalt und die Sanierung der Straßeninfrastruktur. 

Der Zustand

Die Landesregierung geht in diesem Bereich große Herausforderungen an und hat mit Ihrem Paradigmenwechsel „Erhaltung vor Neu- und Ausbau“ die richtigen Signale gesetzt. Die Ergebnisse der alle vier Jahre stattfindenden Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) der Bundes- und Landesstraßen zeigen, dass sich die Qualität der rund 4.840 Kilometer Bundesstraßen in der Baulast des Bundes und der rund 9.650 Kilometer Landesstraßen in der Baulast des Landes in den vergangenen Jahren verbessert hat.

  • Der Wert für den Gesamtzustand der Bundesstraßen hat sich von 3,2 (ZEB 2011) auf 3,0 (ZEB 2019) verbessert (bei einer Notenskala Fahrbahn: 1,0 bis 5,0).
  • Bei den Landesstraßen hat sich der im Jahr 2016 erhobene Gesamtzustandswert gegenüber der Erfassung im Jahr 2012 von 3,5 auf 3,4 verbessert. Die Ergebnisse der letzten ZEB aus dem Jahr 2020 liegen derzeit noch nicht vor.

Priorisierung von Erhaltungsmaßnahmen - Dringlichkeitsliste

Der Zustand der Fahrbahn stellt mit einer Gewichtung von 50 Prozent das wichtigste Kriterium für die Verteilung der Erhaltungsmittel unter den vier Regierungspräsidien und Baureferaten dar. Die weiteren Kriterien sind mit jeweils 25 gewichtet, umfassen die gesamte Verkehrsbelastung sowie die Verkehrsfläche. Die Straßenbauverwaltung erstellt auf dieser Grundlage ein Erhaltungsmanagement. Das Erhaltungsmanagement wird sowohl landesweit als auch für die Regierungsbezirke und für die einzelnen Baureferate erstellt. Es dient nicht nur als Maßstab für die Verteilung der Haushaltsmittel an die Dienststellen, sondern insbesondere auch als Hilfestellung bei der Festlegung der jährlichen Bauprogramme. Diese bedarfsorientierte Zuteilung der Haushaltsmittel hat zur Folge, dass die schlechtesten Straßen als erstes saniert werden und somit die Haushaltsmittel effizient verwendet werden.

Grafik: Sanierung von Bundes - und Landesstrassen in Baden-Württemberg (in Kilometern) (PDF)

Hintergrundinformation

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
  • Infrastruktur

Brücken

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