Betrieb


Betrieb

  • Strasse wird gesäubert.

In Baden-Württemberg werden die Aufgaben des Straßenbetriebs von den Regierungspräsidien und den Landratsämtern, sowie von Städten und Gemeinden durchgeführt.

In den Regierungspräsidien Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen betreuen

  • 15 Autobahnmeistereien
  • 1 Fernmeldemeisterei
  • rund 1050 Kilometer Bundesautobahn


In den 35 Landkreisen übernehmen den Betriebsdienst

  • 86 Straßenmeistereien mit
  • 4.050 Kilometer Bundesstraßen
  • 9.500 Kilometer Landesstraßen
  • 11.400 Kilometer Kreisstraßen

Der Betriebsdienst von Stadt- und Gemeindestraßen wird von einer Vielzahl Bauhöfen in den Städten und Gemeinden durchgeführt.

Welche Aufgaben hat der Betriebsdienst?

  • Zentraler Handlungsmaßstab ist die Sicherstellung der Verkehrssicherheit auf dem Straßennetz, die aus der sogenannten Verkehrssicherungspflicht resultiert. Mit dem Straßenbetriebsdienst ist immer eng der Winterdienst – also das Räumen und Streuen der Straßen im Winter. Aber auch im Sommer stehen vielfältige Aufgaben an:

    • Kleine Reparaturen am Fahrbahnbelag
    • Mäharbeiten am Straßenrand und auf Verkehrsinseln
    • Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern am Fahrbahnrand
    • Schadensbeseitigung nach Unfällen
    • Reinigung von Straßen, Tunnel, Rastanlagen,
    • Entwässerungseinrichtungen der Straße
    • Kontrolle und Wartung der Straßenausstattung. Reinigung von Schildern, Erneuern von Fahrbahnmarkierungen oder auch die Wartung von Ampeln (Lichtzeichenanlagen)
    • Betreuung der Gerätehöfe
    • Kontrolle von Brücken, Tunnel, Stützmauern oder auch Lärmschutzbauwerke
    • Sammlung und Entsorgung von Abfällen an der Straße und auf Parkplätzen
    • Instandhaltung der Straßenmeistereigehöfte und der Fahrzeuge und Geräte
    • Notfallseelsorge für das Betriebspersonal nach besonderen Unfällen

Wer arbeitet in einer Straßenmeisterei?

  • In einer Autobahn- oder Straßenmeisterei sind je nach Größe des Streckenbezirkes rund 30 Personen beschäftigt.

    2 Straßenmeister

    1 Verwaltungskraft

    Kolonnenführer

    Streckenwarte

    Straßenwärter

    Arbeiter

Woher kommt der Abfall entlang unserer Straßen und was geschieht mit ihm?

  • Abfälle entlang der Straßen werden zu einem großen Teil von Verkehrsteilnehmern verursacht, die ihren Müll absichtlich während der Fahrt aus dem Fenster werfen.

    Der Abfall wird durch die Mitarbeiter der Autobahn- oder Straßenmeisterei aufgesammelt, getrennt und ordnungsgemäß verwertet. Neben der Entsorgung des Abfalls entstehen zusätzlich hohe Personalkosten.

    Ein sehr geringer Teil der Abfälle stammt von Unfällen oder Pannen. Üblicherweise wird dieser Abfall bei er Unfallaufnahme beseitigt, damit der Verkehr die Unfallstelle sicher passieren kann.

    Das Aufsammeln und Entsorgen von Abfällen entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen verursachte im Jahr 2017 Kosten von insgesamt 7 Mio. EUR. Dabei beträgt der Anteil des sogenannten wilden Mülls mehr als 88% an den Kosten gegenüber dem Müll aus den Abfallbehältern. Für die Abfallbeseitigung entlang der Autobahnen sind Kosten in Höhe von 5,5 Mio. € angefallen.

    Die Entsorgung des wilden Mülls ist deshalb so teuer, weil er in Handarbeit aufgesammelt werden muss. Im Straßenseitenraum kommt noch die Absicherung der Arbeitsstelle hinzu.

Können Arbeiten in die Nachtstunden verlegt werden?

  • Für die meisten Arbeiten an der Straße ist aus Gründen der Qualität und der Sicherheit der Mitarbeiter Tageslicht absolut notwendig. Zudem fühlen sich Anwohner in der Nacht durch Lärm und Erschütterungen von Straßenarbeiten besonders belästigt. Um die Verkehrsbeeinträchtigungen infolge von Baumaßnahmen auf Bundesautobahnen zu reduzieren, werden beispielsweise Reparaturen am Straßenbelag bevorzugt nachts durchgeführt. Solche Nachtarbeiten haben sich unter Einsatz von entsprechenden Arbeitsstellensicherungen bewährt.

    Durch den Einsatz spezieller Baustoffe ist es sogar möglich, dass selbst Teile von Betonfahrbahnen innerhalb weniger Nachstunden ausgetauscht werden.

Sind die Betriebsdienste für den kommenden Winter gerüstet?

  • Spätestens im Herbst werden die Salzlager der Meistereien wieder für den kommenden Winter gefüllt. Das Salz wird in Hallen mit einer Lagerkapazität von bis zu 2.800 Tonnen oder auch in Salzsiloanlagen eingelagert. Im Einsatzfall werden von dort aus die Winterdienstfahrzeuge beladen.

    Selbst für einen über mehrere Tage andauernden Schneefall sind die Autobahn- und Straßenmeistereien gut gerüstet. Zu Streckensperrungen kommt es nur in seltenen Einzelfällen. In den Wintermonaten wird mit rund 150 Lkw Winterdienst auf den Bundesautobahnen in Baden-Württemberg gefahren. Um die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten, wird jährlich im Durchschnitt 40.000 Tonnen Salz verbraucht.

Warum müssen Tagesbaustellen zu den Hauptverkehrszeiten beginnen?

  • Autobahn- und Straßenmeistereien sorgen täglich für einen störungsfreien Ablauf des Verkehrs auf unseren Straßen. Arbeiten auf und an der Straße sind hierzu unausweichlich. Damit die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich gehalten werden, nehmen die Meistereien ihre Arbeit in der Regel morgens nach dem Berufsverkehr auf und beenden diese wiederum vor dem einsetzenden Pendlerverkehr. In diesen verkehrsarmen Zeiten wird der Verkehrsfluss am geringsten beeinträchtigt. Weil die Autobahn- und Straßenmeister die Straßen in ihrem Zuständigkeitsbereich am besten kennen, nehmen sie auf die Hauptverkehrszeiten größtmögliche Rücksicht. In Ausnahmefällen - wenn also vom Fahrbahnzustand eine Gefahr für den Verkehr ausgeht - greifen die Autobahn- und Straßenmeistereien sofort ein.


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